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Suchtrupps suchen nach möglichen Überlebenden der Katastrophe. Doch die Hoffnung schwindet Stunde für Stunde. (Keystone)
198 Schweizer in Haiti waren mittendrin, als die Katastrophe über den verarmten Inselstaat hereinbrach. Bereits gegen 70000 Opfer sind zu beklagen, zehntausende weitere dürften folgen. Einige Schätzungen gehen bis zu 200000 Toten.
Die dort lebenden Schweizer blieben offenbar weitesgehend verschont. «Wir konnten mit 180 Schweizern in Haiti Kontakt aufnehmen», sagt Georg Farago vom Amt für auswärtige Angelegenheiten gegenüber Blick.ch. «Aber zu 8 Personen, von denen wir annehmen, dass sie sich dort befinden, konnte noch kein Kontakt hergestellt werden.» Gestern waren es noch 18 vermisste Schweizer, zuvor 40.
Erschwert werde die Suche nach den Schweizern durch die fehlenden Kommunikationsmittel. Das Telefonnetz ist teilweise zusammengebrochen. «Auf diesem Weg kommen wir nicht durch», so Farago. Man habe daher fünf EDA-Mitarbeiter zur Verstärkung der Schweizer Botschaft nach Haiti geschickt. Diese machten sich persönlich auf die Suche nach den Vermissten.
Das Erdbeben forderte bislang keine Schweizer Opfer. «Von den 180 Personen sind nur drei verletzt», sagt Farago. Doch wie lange sucht man noch nach den Vermissten? «Bis auf weiteres», sagt der Sprecher. «Denn wir haben keine Hinweise darauf, dass sie unter den Opfern sein könnten.» (num)