Nicht nur wir – auch die Ösis haben Zoff mit Brüssel: Willkommen im Wut-Club!

WIEN - Weder die Schweiz noch Grossbritannien sind zurzeit gut auf die EU zu sprechen. Nun wächst die Allianz der Kritiker weiter an.

PK ARBEITSMARKTGIPFEL : MITTERLEHNER/FAYMANN play
Deutliche Signale aus Wien nach Brüssel: Bundeskanzler Werner Faymann (r.) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. APA/HERBERT PFARRHOFER

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Nach der Zustimmung zur Masseneinwanderungs-Initiative zeigt die EU der Schweiz die kalte Schulter. Sie will unserem Land nicht entgegenkommen. Auch die Briten haben Probleme mit der EU. Bald stimmen sie über einen Austritt aus.

Wegen der Flüchtlingskrise hängt nun auch zwischen der EU und Wien der Haussegen schief, wie die Zeitung «Krone» berichtet. Mit aussergewöhnlich deutlichen Worten greifen Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) die EU an. Sinngemäss sagen sie: «Wir brauchen von der EU-Kommission keine Ratschläge!» Die EU hatte Österreich wegen der neuen, scharfen Flüchtlingspolitik kritisiert.

Dass das Durchwinken von Flüchtlingen auf dem Balkan in Ordnung gehe aber in Österreich nicht, sei eine «unsinnige Position», sagte Faymann. Solange es die EU nicht schaffe, die Aussengrenzen zu schützen, müsse Wien Zäune errichten und Obergrenzen einführen.

An die Adresse der Europäischen Kommission sagte Faymann, er erwarte für die politische Entscheidung Österreichs, wie es mit der Flüchtlingskrise umgeht, einen respektvollen Umgang.

Vizekanzler Mitterlehner teilte auch gegen die deutsche Regierung aus. Man könne für Flüchtlinge nicht einerseits eine Art Einladung aussprechen, dann aber von Österreich fordern, niemanden weiterzuschicken. Mitterlehner: «Das ist in sich widersprüchlich.» (gf) 

Publiziert am 24.02.2016 | Aktualisiert am 24.02.2016
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74 Kommentare
  • rolf  sulzer 24.02.2016
    Im Unterschied zu Österreich ist das nicht EU Land Schweiz, mit ihrer unterwürfigen Regierung, heute bereits EU näher als die Ösis. Das ist die wahre Katastophe für unser Land.
  • Marc  Zingg 24.02.2016
    Aber dass die Grenzkontrollen zu extrem viel Mehrkosten im Exportbereich führen, damit die Lieferfristen und die Preise steigen, das ist Ihnen egal? Was denken Sie denn, was passieren wird, die Firmen werden in der Schweiz Leute entlassen, sie werden möglicherweise sogar Produktionsstandorte verlagern, das Transportwesen wird international nicht mehr konkurrenzfähig sein. Denn bei uns kommt noch erschwerend dazu, dass wir unseren knallharten Franken haben, der das Ganze nicht vereinfachen wird.
    • Werner  Meier 24.02.2016
      Das Setzen von Prioritäten scheint eine schwierige Sache zu sein.

      Die Kosten von Grenzkontrollen (die wir vor der unseligen EU hatten) sind ein Klacks gegen die Kosten von Millionen von Wirtschaftsmigranten, die wir nicht aufnehmen wollen und können.
    • rolf  sulzer 24.02.2016
      Dieses Geschwätz hat man Herrn Blocher schon vor Jahren prophezeit und nicht von dem ist bis heute eingetroffen. Wann hat diese Schwarzmahlerrei von Schweizern endlich mal ein Ende. Wer sind wir eigentlich in Ihren Augen?
    • Urs  Meier 24.02.2016
      Eine etwas einseitige Darstellung. Wenn Europäischen Staaten die Grenzen auch dicht machen, steht man so oder so an den Grenzen. Wenn ungebremst Migranten die Schweiz bevölkern steigen die Sozialausgaben dramatisch, was, nehme ich an, in ihren Augen nicht so schlimm ist, da das ja vom Steuerzahler finanziert wird und nicht von den Firmen. Und was das Transportwesen angeht, haben die Grossen der Branche schon lange ausländische Töchter.
    • Gerry  Ruf , via Facebook 24.02.2016
      Es wird IMMER einen Grund geben Menschen zu entlassen Preise zu erhöhen, Auslagerungen...usw Alles auf Kosten deren unter den Teppichetagen!! Es werden keine Lösungen gesucht es wird einfach Gewinnoptimiert! Oesterreich hat eben nicht so Angsthasen wie wir hier in der schönen Schweiz!!
    • Marc  Zingg 24.02.2016
      Leider habe ich übersehen, dass ich zu viele Zeichen geschrieben habe, heisst, die Hälfte fehlt von meinem Text, hier die Ergänzung: Daher lohnt es sich, noch etwas abzuwarten und die momentanen Vorteile noch zu nutzen. Währenddessen kann sich die EU weiter selbst zerfleischen, dank der Hilfe von Östereich und den Briten die unsere beste Schützenhilfe sind und uns so eine viel bessere Verhandlungsposition verschaffen. Also etwas Geduld und nicht jetzt die Volksinitiativebn der SVP unterstützen.
    • Bernd  Matzgen 24.02.2016
      Tja, der Export geht aber raus und die Flüchtlinge wollen rein. Das wäre dann die andere Seite des Zollhäuschens, gelle.
  • marcello  klause aus schmitten
    24.02.2016
    Bald kann ich wieder das Garagentor offen lassen.
  • german  schnyder aus erschmatt
    24.02.2016
    Österreich macht es jetzt einmal vor...
    Warum will die schweizer Regierung nicht mit ziehen
    Begrenzung von unechten Flüchtlingen
    Und Kontrollen der grenzen
    Sonst sind unsere sozial Kassen bald leer.
    Also steuererhohungen,wer will das?
    • Pad  Erni aus Luzern
      24.02.2016
      Mal von den Steuern abgesehen.... Warten Sie nur auf die kommenden Krankenkassen-Prämien..... die meisten Flüchtlinge werden nicht gesund hier ankommen (körperlich aber v.a. psychisch) oder gesund bleiben. Das wird jährlich Milliarden kosten, welche auf uns zukommen und wer bezahlt dies.... die Politiker? Die Krankenkassen-Prämien werden wohl in Zukunft halbjährlich angehoben...das wird unbezahlbar.....
    • Hugo  Ehrismann 24.02.2016
      Das will SP s S . Sommaruga nicht . Sie tickt nicht so wie wir Bürger - sie tickt schon eher ähnlich wie die Deutsche " Mutti " . Bald einmal spielt sie auf dem Klavier ihr Kinderlein kommet und " Mutti " wird dazu singen . Das was die Merkel angestellt hat mit ihrer Einladung das wird Europa noch lange büssen müssen . Die in Brüssel sind keinen Deut besser . Wenn das Geld nicht reicht werden einfach die Steuern erhöht - das wird auch in der Schweiz so kommen . Ein Schelm wer böses denkt .
  • Adrian  Züger 24.02.2016
    Entlich erwachen die EU Länder aus ihrem Traum vom grossen Europa und merken dass Brüssel aus überbezahlten Politiker besteht die ausser sinnlosen Gesetzten und Heissluft nichts produzieren