Nicht nur in der Schweiz quälten Gaddafis Angestellte Hannibals Nanny packt aus

TRIPOLIS - Shweyga Mullah arbeitete als Kindermädchen für Hannibal Gaddafi und dessen Frau Aline. Sie erzählt von ihrem Martyrium bei der Diktatorenfamilie.

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Es wirkt wie ein schreckliches Déjà-Vu: Shweyga Mullah (30) arbeitete ein Jahr lang als Kindermädchen für Diktatorensohn Hannibal und dessen Frau Aline. In dieser Zeit wurde sie brutal misshandelt.

Mit kochendem Wasser übergossen

Ein halbes Jahr lang sei alles in Ordnung gewesen. «Dann verbrühte mich Aline Gaddafi ein erstes Mal mit heissem Wasser», sagt sie einem «CNN»-Reporter.

Zum Eklat kam es drei Monate später. Gaddafis kleine Tochter schrie. Mullah weigerte sich, sie zu schlagen. «Da zog mich Aline ins Bad und fesselte mich. Sie klebte mir den Mund zu und fing an, mir kochendes Wasser über den Kopf zu giessen», erzählt die Äthiopierin.

Weder Essen noch Trinken

Danach habe sie die Herrin des Hauses weggesperrt. «Ich bekam drei Tage lang nichts zu Essen und zu Trinken. Ich musste den Hunden beim Essen zusehen. Ich musste draussen in der Kälte stehen. Aline drohte, dass allen, die mir helfen würden, das gleiche Schicksal blühe.»

Mullahs Zustand verschlechterte sich. «Mir krochen schon Maden aus dem Kopf heraus.» Schliesslich erbarmte sich einer der Wächter und brachte die Frau in ein Krankenhaus.

«Ich habe keinen Penny bekommen»

Sie hat noch immer grosse Schmerzen, kann sich aber keine Behandlung leisten.

«Ich habe ein Jahr lang bei den Gaddafis gearbeitet und dafür keinen Penny bekommen», sagt Mullah.

Auch in Genf Angestellte misshandelt

Leider scheinen die Misshandlungen von Angestellten bei den Gaddafis an der Tagesordnung gewesen zu sein. 2008 wurden Hannibal und Aline Gaddafi in Genf verhaftet, weil sie zwei Hausangestellte verprügelt hatten. (dra)

Publiziert am 29.08.2011 | Aktualisiert am 03.01.2012
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Fast bis zur Unkenntlichkeit verbrüht: Gaddafis Nanny Shweyga Mullah. play
Fast bis zur Unkenntlichkeit verbrüht: Gaddafis Nanny Shweyga Mullah. CNN

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64 Kommentare
  •   29.08.2011
    Hoffentlich kommen die Täter dran. Rache wünsche ich allen Kriminellen. Die Opfer dürfen die Beleidigungen der Kuscheljustiz nicht still hinunterschlucken. Das ist meine ganz persönliche Meinung.
  •   29.08.2011
    Soviel zum Thema und wie sich die Schweiz entschuldigt und eigenes Landes- und Strafrecht verleugnet und die eigene Polizei zur Rechenschaft zieht, um mit solchen Individuen wie den Gaddafis zu kooperieren, um jetzt wo sich die halbe Welt gegen das Regime auflehnt den Mei-Mei Finger auch noch aufzustrecken…….manchmal frage ich mich ob man noch stolz sein kann Eidgenosse zu sein………findet sich hier niemand der Einfluss genug hat diese Frau in die CH zu holen um sie medizinisch zu betreuen?
  •   29.08.2011
    auge um auge, zahn um zahn. jeder tätet müsste meiner meinung nach genauso leiden wie sein opfer. was er angetan hat, sollte er auch erleiden müssen. vielleicht wäre dann viele solcher menschen nicht mehr so bösartig und gemein.ich wünsche der armen frau viel kraft und dass sie aus spenden hilfe erhält. die ist ja ein leben lang enstellt. weil sie ein kind nicht schlagen wollte. frau gaddafi müsste auch mit heissem wasser übergossen werden und dann nix zu essen und trinken zu bekommen.
  •   29.08.2011
    dass der bundesrat gerne kuscht, sobald jemand im ausland poltert, ist nicht neu (bankgeheimnis). dass man die genfer polizei zurück gepfiffen hat, um sich noch mehr aerger mit den gadaffis zu ersparen, zeugt von schlechtem rückgrat,, die unsägliche lybien - affäre machte die schweiz zur lachnummer,,, man liess sich von einem geisteskranken und seinem clan vorführen. dass bei den gadaffis ein mensch nichts zählt, ist nicht neu,, 42 jahre gadaffi-regime zeigen dies zur genüge
    •   29.08.2011
      Genau es ist erschreckend gewesen, wie der Bundesrat damals überhaupt keine Standfestigkeit gezeigt hatte. Ich finde es ist auch nach 3 Jahren noch so. Man sieht wir sind also nicht neutral. Die Nation die uns eine Demagogie bietet,der willigt der Bundesrat mit Handkuss ein. Macht Dies der Bundesrat nicht, so haben die linken und grünen und ihre Jungen Anhängselparteien sofort etwas dagegen. Ich frage mich,wozu benötigen wir noch eine Flagge?
  •   29.08.2011
    Ich bin überzeugt, dass diese Schweine noch die richtige Strafe erhalten werden. Für die Schweiz ist es ein Hohn, dass wir solchen Verbrechern noch Geld gegeben haben. Pfui Teufel die sollen alle in der Hölle schmoren. Es ist einfach abscheulich was sie dem Kindermädchen angetan haben und ich hoffe, dass sie jetzt durch diesen Bericht auch Hilfe erhält. Herr Blick das wäre doch eine nette Geste wenn sie da mal helfen würden und nicht nur vom Beitrag profitieren würden.