«New York Times»-Autor greift Donald Trump frontal an «Sie sind ein Scheusal!»

Nach einem Treffen lobt Donald Trump die «New York Times» in den Himmel. Die Journalisten sprechen von einem harmonischen Gespräch. Doch ein Kolumnist will nicht in die Harmoniegesänge mit einstimmen.

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Ist es der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Donald Trump, der sonst mit den Medien auf Kriegsfuss steht, hat nach einem ausführlichen Interview mit der «New York Times» nur lobende Worte für die Zeitung übrig. «Die ‹Times› ist grossartig, ein amerikanisches Juwel», verkündete Trump nach dem 75-minütigen Gespräch mit Journalisten und Kolumnisten. Und er fügte einen Wunsch an: «Ich hoffe, wir werden gut miteinander auskommen.»

Nicht alle «Times»-Autoren schwenken auf den Kuschelkurs ein. Kolumnist Charles M. Blow geigt dem designierten US-Präsidenten einen Tag nach dem Treffen gehörig die Meinung. In einem Kommentar, momentan einer der meistgelesenen Online-Artikel des Mediums, lässt er kein gutes Haar an Donald Trump. Der Titel: «Nein, Trump, wir können nicht einfach so miteinander auskommen.»

«Schon der Gedanke füllt mich mit Ekel»

Nachdem er die «New York Times» lange rücksichtslos niedergemacht habe, habe er von Angesicht zu Angesicht mit den Journalisten sein Gejammer mit Schmeichelei ersetzt. Blow selbst sei nicht an dem Treffen gewesen und darauf sei er stolz. «Schon nur der Gedanke, einem solchen Demagogen gegenüberzusitzen und ihn mit Anstand zu behandeln, füllt mich mit Ekel», schreibt der Autor.

Dann wird er noch deutlicher: «Sie sind ein Scheusal. Sie sind bereit, alles zu sagen und zu tun, um die eigenen Bestrebungen zu befriedigen.» Er glaube nicht daran, dass sich Trump um das Land und die Bevölkerung schere. «Ihre stärkste Loyalität gilt Ihrer eigenen Habsucht.»

«Sie haben diesem Land echten Schaden zugefügt»

Auch dafür, dass Trump bei einigen seiner radikalen Ideen zurückrudert, gibt es von Charles Blow keinen Applaus. Er verdiene kein Schulterklopfen dafür, dass er von seinen Positionen abrücke. «Sie haben diesem Land und vielen seiner Bürger echten Schaden zugefügt», so Blow, «und ich werde das niemals – niemals – vergessen.»

Die Kolumne schliesst der demokratisch gesinnte Autor, der auch regelmässig auf CNN und NBC zu sehen ist, mit einer Kampfansage: «Nein, wir werden nicht einfach miteinander auskommen. Solange der Kopf des Staates eine Gefahr für den Staat ist, haben alle Bürger die Pflicht, Ihnen und Ihren Plänen bei jeder Gelegenheit mit Widerstand zu begegnen.» (rey)

Publiziert am 24.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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13 Kommentare
  • Peter  Kuster 25.11.2016
    @Thomas Brunner: Das ist doch das Beste was uns passieren kann. Wenn die gesamte Weltwirtschaft wie wir diese kennen zusammenbricht, kann endlich etwas Neues Besseres entstehen. Veränderungen sind auch Chancen ausser man ist oben wie offensichtlich Sie und will unbedingt seine Pfründe verteidigen. Wenn es so weitergeht, dann gehen wir unter.
  • Roland  Egger 24.11.2016
    Dieser Journalist liegt völlig falsch! Falls für die USA Schaden entstanden ist oder entstehen wird, ist der gewählte Präsident Trump nicht im geringsten daran schuld. Wenn schon, ist die bisherige politische Elite und die Medienschaffenden, inkl. der nun Gift und Galle speiende Journalist, schuld mit ihrer überheblichen, selbstzufriedenen, selbstgerechten Abgehobenheit und dem daraus resultierenden totalen Versagen. Der Wahlausgang ist zu akzeptieren, ohne Wenn und Aber!
    • Istvan  Gorowich aus Switz
      25.11.2016
      Stimmt, bevor Trump Schaden anrichten kann, muss er erst mal im Amt sein und das ist er erst ab 20. Jan. 2017. Der aktuelle Schaden geht noch aufs Konto von Obama, Clinton, der Demokraten und der Medien.
  • Alex  Stör 24.11.2016
    Stellen wir uns den Gejammer der "Qualität"-Presse vor, wenn ein NYT-Journalist sich so abfällig geradezu beleidigend über den amtierenden USA-Präsident geäussert hätte. Werde wohl mein NYT-Abonnement künden, so gehts nicht!
  • Werner  Müller 24.11.2016
    Es ist gut, dass die Journalisten der NY Times ihr wahres Gesicht zeigen. So wie Blow denken sehr viele: ich, ich, ich. Nur ihre Meinung zählt und wen sie in ihrer Schwarz/Weiss-Welt als schlechten Menschen kategorisiert haben, wird mit allen Mitteln bekämpft. Da spielen die hohen moralischen Ansprüchen dann plötzlich keine Rolle mehr! Blow giesst Öl ins Feuer und zeigt sich von einer sehr sehr undemokratischen Seite. Hoffe er wird die Quittung für sein Fehlverhalten bekommen.
    • Fancy  Bear 24.11.2016
      Sie sprechen von moralischen Ansprüchen? Seit wann hat Trump eine Moral? Beleidigungen, Denunzierungen am Laufmeter. Keinen Respekt vor anderen. Aber im Wahlkampf ist ja alles erlaubt. Gehts eigentlich noch? Was ich diesem NY Journalist zu gute halte, er bleibt bei seiner Meinung nicht wie Trump, das verlogene Fähnchen im Wind, dass sich dreht und windet wie es IHM beliebt. Vielleicht wird er ein guter Präsi oder auch nicht, aber was er im Wahlkampf zerstört hat legt sich nicht einfach so...
    • Peter  Möckli 24.11.2016
      Wie kommen Sie zu Ihrer absurden Meinung? Seine Aussagen sind absolut richtig, Trump interessiert nur eines, sein eigener Erfolg und Vorteil. Entsprechend passt er sich an und ihn interessiert heute nicht, was er gestern gesagt hat. Der Journalist schreibt nichts von ich, ich, ich, sondern nur seine Meinung. Gut so.
    • Anselm-Gilbert  Karlen aus Naters
      25.11.2016
      Wer wohl immer mit Ich - ich- ich Wahlkampf gemacht hat. Herr Müller Sie verwechseln da was. Trump hat laut der Welt verkündet, ich werde eine Mauer in Mexiko bauen, die das Land Mexiko bezahlt. Jetzt reicht ihm der Zaun der schon da ist. Trump hat immer und immer gepredigt ich werde Hillary hinter Gitter bringen, jetzt will den Clintons nicht schaden. Trump schwor mehrmals ich werde am ersten Tag Obamacare vom Markt nehmen, jetzt scheint er daran gefallen zu haben. Alles schon vergessen Müller?
  • reto  schweizer 24.11.2016
    Trump hat es extrem schlau angestellt, mit sehr viel Geld und fremdenfeindlichen Reden hat er es geschafft President zu werden.
    Klar jetzt wird er natürlich zurückrudern müssen aber dass macht ihm sicher nichts aus. Hoffen wir mal dass es nicht auskommt dass er nur dank den russischen Hackern gewählt wurde.