Neues Projekt nach Gefangenschaft Kampfpilotin Sawtschenko gründet Oppositionsbewegung

Im Mai kam sie durch einen Gefangenenaustausch mit Russland frei, nun hat die ukrainische Kampfpilotin Nadja Sawtschenko ein neues Projekt ins Leben gerufen: Sie gründete eine Oppositionbewegung.

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Die Kampfpilotin Nadja Sawtschenko während der Gerichtsverhandlung im vergangenen März. MAXIM SHIPENKOV

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Die ukrainische Kampfpilotin Nadja Sawtschenko hat eine eigene Oppositionsbewegung gegründet. Damit wolle sie «das ukrainische Volk reformieren und das System ändern und einen wahren Wandel» herbeiführen, sagte die 35-Jährige am Dienstag vor Journalisten im westukrainischen Lemberg (Lwiw).

Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen sei, solle aus der «Bewegung des aktiven Volks der Ukraine» (Runa) eine Partei werden.

Damit wächst die Liste der Bewegungen an, die sich gegen die als korrupt geltende Regierung unter Präsident Petro Poroschenko stellt. Michail Saakaschwili, ehemaliger Präsident der einstigen Sowjetrepublik Georgien und kurzzeitiger Gouverneur der ukrainischen Region Odessa, hat ebenfalls eine Bewegung gegründet, um Poroschenko zu stürzen und vorgezogene Neuwahlen durchzusetzen.

Die Unterstützung für die Regierung in Kiew ist gering. Der Konflikt im Osten der Ukraine mit fast 10'000 Toten und eine tiefe Wirtschaftskrise haben das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung aufgezehrt. Sie traut ihr nicht zu, die von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) geforderten Reformen umzusetzen.

Die Kampfpilotin Sawtschenko war im Mai durch einen Gefangenenaustausch aus russischer Haft freigekommen (BLICK berichtete). Sie war im März in Russland zu 22 Jahren Haft verurteilt worden, weil sie im Juni 2014 in der umkämpften Ostukraine für den Tod von zwei russischen Journalisten mitverantwortlich gewesen sein soll. Ende Mai wurde sie im Austausch für zwei Russen freigelassen. (SDA)

Publiziert am 27.12.2016 | Aktualisiert am 27.12.2016
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  • Heinrich  Zimmermann aus Fulenbach
    27.12.2016
    Einfach meine Meinung. Minsker Verträge mit Unterstützung der EU werden nicht eingehalten. Russland wird sanktioniert was ein Großteil, wenn nicht sogar die Mehrheit der europäischen Bevölkerung nicht begreifen kann. Das diese Frau nun den Mut hat sich zu Äußern und einem Fadenscheinigen System kontra geben will, finde ich super.