Neues Konzept für Silvester So will Köln den Sex-Mob bändigen

KÖLN (D) - Der Silvester-Albtraum vom letzten Jahr soll sich unter keinen Umständen wiederholen: Stadt und Polizei stellten heute das neue Sicherheitskonzept vor.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Genf, Sydney, Washington Frauen marschieren gegen Trump
2 Lawinen-Drama Giorgia G. (22) aus Rapperswil SG lebt!
3 Sie kamen im Airbus Tausende Inder demonstrieren gegen 60 Schweizer Kühe

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
10 shares
7 Kommentare
Fehler
Melden

Sie wurden umzingelt, begrapscht und bestohlen – für viele Menschen war der letztjährige Silvester in Köln der reine Horror (BLICK berichtete). Die Polizei und die Stadt wollen solche Szenen dieses Jahr mit allen Mitteln verhindern. An einer Pressekonferenz stellten sie heute die neuen Massnahmen vor.

Zehn Mal mehr Polizisten

An die 1500 Einsatzkräfte sollen Silvester rund um den Hauptbahnhof präsent sein – rund zehnmal mehr als im vergangenen Jahr, schreibt «WDR». Es sei wichtig, dass die Menschen ihre Freude am Feiern nicht verlieren, sagt Polizeipräsident Jürgen Mathies. 

Kein Sex-Mob an Silvesternacht: Köln präsentiert Sicherheitskonzept play
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker stellte heute die Massnahmen zu Silvester vor. (Archivbild) WOLFGANG RATTAY

«Wer Hilfe benötigt, wird diese bekommen», verspricht Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Speziell für Frauen soll es Ansprechpersonen und eine Telefon-Hotline geben. Am Bahnhof wird als Anlaufstelle für die Bevölkerung in einem Container eine provisorische Polizeiwache untergebracht.

Kein Sex-Mob an Silvesternacht: Köln präsentiert Sicherheitskonzept play
Bilder vom letztjährigen Silvester vor dem Kölner Dom – dieses Jahr sollen Böller auf dem Platz komplett verboten sein. (Archiv) MARKUS BOEHM

Rund um den Dom und auf dem Roncalli-Platz gilt ein Böllerverbot. Dort wird mit Absperrgittern der Einlass geregelt. Andere Orte wie die Hohenzollernbrücke und die Freitreppe werden komplett gesperrt.

Kameras und Bodycams

Kamera- und Überwachungssysteme werden rund um den Dom und Rhein installiert. Zusätzlich kommen Bodycams zum Einsatz. Das Filmmaterial werde live ausgewertet, könne aber auch noch bis zwei Wochen später analysiert werden. Die Videoüberwachung kostet über eine Million Euro. 

Kein Sex-Mob an Silvesternacht: Köln präsentiert Sicherheitskonzept play
Der Hauptbahnhof von Köln soll dieses Jahr besser geschützt sein. OLIVER BERG

Uniformierte und zivile Streifen würden früh patrouillieren, um herauszufinden, woher die Leute kommen, sagt Wolfgang Wurm, Direktor der Bundespolizei Sankt Augustin, die für die Sicherheit im Bahnhof zuständig ist. Man sei gut vorbereitet für Silvester. 

Kunst soll Stimmung sänftigen

Eine Lichtinstallation des Künstlers Philipp Geist werde mit Video und Musikeinlagen die Stimmung auf dem Domplatz heben. Solche Aktionen können dafür sorgen, dass ein öffentlicher Raum nicht zivilisatorisch kippe, sagt Helmut Bien, Kurator des Frankfurter Lichtkulturfests Luminale. (kra)

Publiziert am 12.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
teilen
teilen
10 shares
7 Kommentare
Fehler
Melden
Kein Sex-Mob an Silvesternacht: Köln präsentiert Sicherheitskonzept play
Ausschreitungen in der Silvesternacht 2015 in Köln. Zvg

TOP-VIDEOS

7 Kommentare
  • Roland  Wyler 12.12.2016
    Also wenn in Hamburg 50 Volksvertreter !! (Aussenminister OECD Tagung) mit 13000 Polizisten vor dem Volk beschützt werden müssen, und das Volk bezahlt noch die Kosten für deren Schutz, damit die in Ruhe feiern können zbsp Dinners, dann läuft etwas vollkommen schief. Dabei ist es der Job der OECD für die Sicherheit des Volkes zu sorgen. Und Merkel sagt, das Volk muss sich an Terroristische Anschläge gewöhnen. Politik Establishment in Reinkultur und zu abwählen empfohlen.
  • Dave  Hawtin aus Kaiseraugst
    12.12.2016
    Genau, alle schauen für Köln und andere Grossstädte und die Täter werder munter in kleineren Orten den gleichen Schandtaten wie letztes Jahr verrichten.
  • Dominik  Wermuth 12.12.2016
    Absoluter Schwachsinn und totale Verschwendung von Steuergeldern! Erstens haben Asylforderer aus den nordafrikanischen und sicheren Staaten wie Marokko oder Algerien bei uns nichts verloren, die dürften gar nicht hier sein, und zweitens käme es einiges günstiger über die Feiertage eine kollektive Ausgangssperre in sämtlichen Asylzentren einzuführen und zu verhängen. Sind diese Asylforderer hier um Schutz zu suchen oder um ausgelassen Party zu feiern?
    • Bühler  Andreas 12.12.2016
      Wenn das Herkunftland die Personen nicht zurücknimmt?
      Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger kritisiert, dass sich die marokkanische Regierung bei Abschiebungen in das Land wenig hilfreich zeige. Seit Neujahr habe Nordrhein-Westfalen erst elf Marokkaner nach Marokko abschieben können. Zitat: "Wenn das in dem Tempo weitergeht, dann ziehen sich die anstehenden Abschiebungen noch 25 Jahre hin"
    • Beat  Schuler 29.12.2016
      Wenn das Herkunftsland die Asylbewerber nicht zurücknimmt? Ja und dann? Dann sind wir hilflos oder was?
      Dann muss man die Asylbewerber eben erst recht an der kurzen Leine nehmen. Mit Ausgangssperren, Sackgeldkürzungen, WLAN abschalten , Mobiltelefon wegnehmen, usw. Es gibt da noch viele Möglichkeiten
  • Marco  Weber 12.12.2016
    Aus diesem Grund feiere ich solche "Feste" irgendwo bei Freunden oder bekannten! Ich habe gute Leute um mich die Stimmung ist gut, nirgends Polizei und keine Verbrechen! Man kann es sich einrichten ob es ein lustiges Fest wird oder hald nicht!
  • Peter  Leo 12.12.2016
    Wieder etwas, was einem negativ stimmt. Wohin treibt die Menschheit, wenn Volksfeste nur noch unter massivem Polizeischutz "gefeiert" werden können? Es macht mehr und mehr Mühe, in Zusammenhang mit dem Zusammenleben der Menschheit etwas Positives zu finden.