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Bis jetzt kannte man nur die Gestalt eines dunkelhaarigen Mannes, der ein kleines Kind auf den Armen getragen haben soll: Mit dieser Beobachtung hatte Jane Tanner (36) ein Freundin der McCanns, vor rund drei Monaten neue Hoffnungen geweckt, den Fall Maddie endlich zu lösen.
Ein Zeichner hatte daraufhin ein Bild des Unbekannten angefertigt, den Tanner Anfangs Mai 2007 in der Ferienanlage Praia da Luz gesehen hat. Nur das Gesicht konnte er nicht zeichnen: Der Mann habe sein Gesicht abgewandt, als sie sich draussen begegneten, so Tanner.
Die britische Zeitung «News of the World» hat nun aufgrund der Zeugenaussage einer anderen britischen Touristin ein Porträt des Unbekannten anfertigen lassen. Gail Cooper, die ihre Portugal-Ferien damals in einem Appartement in der Nähe der McCanns verbrachte, will den Mann sogar drei Mal gesehen haben.
Der sei etwa 38 bis 45 Jahre alt, sagte Cooper. Er habe eher wie ein Nordafrikaner und nicht wie ein Portugiese ausgesehen. Der Mann sei – kurz bevor Maddie am 3. Mai entführt wurde – immer wieder in der Ferienanlage herumgeschlichen.
Einmal habe er sogar an Mrs. Coopers Türe geklingelt, um Geld zu sammeln für Kinder die durch einen schrecklichen Autounfall gerade zu Waisen geworden seien. Laut Recherchen von «News of the World» hat sich der Unfall allerdings nie ereignet.
Jane Tanner hat nun aufgrund der neuen Zeugenaussage dem Ermittlungsteam um die Eltern McCann mitgeteilt, dass der Schnauzträger stark dem Mann gleiche, der sie mit einem Kind in den Armen gesehen hatte.
Das neue Phantombild und die Zeugenaussage wurden nun an die Ermittler der portugiesischen Polizei und Interpol weitergegeben. Die McCanns hoffen nun, dass auch die Behörden ihre Suche nach dem Unbekannten unterstützen. (bih)