Neue PR-Bilder aus dem Kreml Putin, der Zwerg-Pferde-Flüsterer

Während die Kämpfe in der syrischen Stadt Aleppo weiter toben, markiert Wladimir Putin in der russischen Prärie den starken Mann.

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Angriff ist die beste Verteidigung. Funktioniert nicht nur auf Rasen, sondern auch auf dem politischen Parkett. Wie in Russland, wo der Kreml dieser Tage einmal mehr tief in die PR-Trickkiste greift: Just zu dem Zeitpunkt, in der die internationale Kritik am russischen Einsatz in Syrien einen nie da gewesenen Höhepunkt erreicht, hat die Machtzentrale in Moskau neue Helden-Bilder ihres höchsten Mannes veröffentlicht.

Wladimir Putin PR-Bilder aus dem Kreml: Putin mimt den Pferdeflüsterer play
Putin kümmert sich nahe der Stadt Orenburg in Kampfmontur um die Pferde. REUTERS

Auf den Aufnahmen vor der malerischen Kulisse unweit der kasachischen Grenze gibt sich Wladimir Putin gewohnt volks- und naturnah, wirkt in seinem grauen Tarnanzug aber doch irgendwie, als hätte sich ein Öltanker auf dem Vierwaldstättersee verirrt.

Unter anderem half er nahe der Stadt Orenburg dabei, mehrere Przewalski-Pferde auszuwildern. Die eher kleinwüchsige Art gilt als beinahe ausgstorben. Die freigelassenen Tiere stammen aus Frankreich.

Trotzreaktionen aus Moskau

Doch nicht nur in optischer Hinsicht markiert Putin den starken Mann. Auch sonst lässt der Kreml-Chef zurzeit öfter seine Muskeln spielen. Nachdem die USA gestern die Gespräche über eine Feuerpause in Syrien ihrerseits für beendet erklärt hatte, folgte aus Moskau sofort eine Trotzreaktion.

Man bedauere die Entscheidung zwar, doch sei Washington am Scheitern der Gespräche selber schuld, liess das russische Aussenministerium verlauten. Die USA hätten sich nicht an die getroffenen Vereinbarungen gehalten, so Sprecherin Maria Sacharowa.

Die USA und Russland hatten Anfang September eine Feuerpause für Syrien vereinbart, die jedoch nach nur einer Woche kollabierte. Eine Serie von Gesprächen zwischen US-Aussenminister John Kerry und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow schlug seither fehl, während die Kämpfe in Syrien mit voller Wucht weiter tobten.

Des Weiteren setzte Russland gestern überraschend die im Jahr 2000 mit den USA vereinbarte Vernichtung von atomwaffenfähigem Plutonium aus. Einen entsprechenden Erlass begründete Putin mit einer Reihe «unfreundlicher Handlungen der USA» gegen Russland und einer Bedrohung der strategischen Stabilität. (gr)

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 25.10.2016
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4 Kommentare
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    05.10.2016
    Er macht das nur um davon ab zu lenken, dass es seinem Land seit Jahren nicht gut geht. In den äusseren Bezirken ist die Armut enorm, sie können im Winter nicht mal richtig heizen! Währen in den Zentren wie Moskau oder St. Petersburg die Dekadenz überbordet, man nicht weiss wohin mit dem Geld!! Auch hier werden die Reichen immer reicher, sie benehmen sich unanständig und egoistisch, es denkt niemand - auch Putin nicht - an jene die ihr Leben lang in Armut leben müssen!!
  • Peter  Leo 04.10.2016
    Armer Mann, der so Stärke zeigen muss. Wenn er sein Defizit betreffend Mitgefühl mit der leidenden Zivilbevölkerung in Syrien so kompensieren muss erst recht. Aber eben, man unterstützt als Staatschef seinesgleichen.
  • Ruedi  Müller 04.10.2016
    Ich finde die Bilder gut. Manche unserer Politiker könnten sich ein Vorbild nehmen und ebenfalls in die Wildnis gehen :)
    • Thomas  Hager aus Luzern
      04.10.2016
      Damit müssen sie das wilde Wallis meinen wo schneller geschossen wird als in Texas und Gesetze nur eingehalten werden wenn sie vorteilhaft sind.