Geheimer Bericht Neonazi-Morde hätten verhindert werden können

BERLINGEN - Der deutsche Verfassungsschutz hat bei der Fahndung nach den Killer-Nazis von Zwickau gravierende Fehler begangen. Dies schreibt «Der Spiegel».

  • Publiziert: 01.01.2012, Aktualisiert: 24.01.2012

Weiterer Skandal um die Killer-Nazis von Zwickau: Laut einem Bericht in «Der Spiegel» hat der deutsche Verfassungsschutz massiv geschlampt. Möglicherweise hätten die Döner-Morde sogar verhindert werden können.

Dies geht offenbar aus einem geheim gehaltenen Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz hervor. Demnach hatten Verfassungsschützer bereits im Frühjahr 1999 Hinweise, dass sich die gesuchten Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in Chemnitz aufhielten und Überfälle planten.

Wichtige Informationen vorenthalten

Nach dem «Spiegel»-Bericht wurden Informationen zwischen den Behörden nicht oder nicht rechtzeitig ausgetauscht. Polizei und Verfassungsschutz, Landes- und Bundesbehörden hätten sich misstraut.

Der so genannten Zwickauer Neonazi-Zelle werden insgesamt zehn Morde an Einwanderern und einer Polizistin zur Last gelegt. Der rechtsextreme Hintergrund der Mordserie zwischen 2000 und 2007 kam erst ans Licht, als Anfang November zwei Mitglieder der Zelle nach einem Banküberfall tot in einem Wohnmobil in Eisenach gefunden wurden. (SDA/dra)

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