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Ein Müllberg gigantischen Ausmasses erdrückt Neapel: Zu den 3000 Tonnen in der Stadt kommen noch tausende Tonnen unbeseitigter Abfälle in der gesamten Provinz dazu.
Seit Tagen sind die wichtigsten Deponien in der Region wegen eines Arbeitskonflikts geschlossen. Am Samstag nahm nur eine der weniger wichtigen Abfallbeseitigungsanlagen nach zweitägiger Schliessung ihren Betrieb wieder auf.
Teile der Bevölkerung nehmen das Problem selbst in die Hand: Die Feuerwehr musste in der Nacht mehrmals ausrücken, um brennende Müllberge zu löschen, die von den Anwohnern kurzerhand selbst angezündet worden waren.
Im Mai hatte der Abfall in der Region um Neapel wegen einer Reihe geschlossener Deponien rund drei Wochen lang nicht mehr entsorgt werden können. Nach Schätzungen der Behörden hatten sich damals mehr als 15000 Tonnen wilder Müll angehäuft, davon allein 3000 Tonnen in Neapel.
Mitverantwortlich an der Krise war neben schlecht wirtschaftenden oder überlasteten Recycle-Zentren die von Gerichten angeordnete Schliessung mehrerer Deponien, weil sie von der Mafia kontrolliert wurden. (SDA/zeb)
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An Gassi gehen ist in Neapel nicht zu denken. (Keystone)