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Mit solchen Postern wird gegen Obama demonstriert. (Reuters)
US-Präsident Barack Obama sieht sich absurden Vorwürfen ausgesetzt, die ihn als Nazi zu diffamieren versuchen. Seine Gesundheitsreform wird mit Hitlers berüchtigtem T4-Programm verglichen (siehe Link zu Video rechts), es gibt Poster von ihm mit Hitler-Schnauz und bei seinen Bürgersprechstunden halten draussen Leute Schilder hoch mit Aufschriften wie «Obama lügt, Obama stirbt». Andere Demonstranten brüllen «Sozialist» oder «Ich will mein Amerika zurück».
Euthanasie-Vorwürfe
Drinnen an einer Bürgersprechstunde in Portland sah sich Obama dann tatsächlich genötigt, auf die kruden Vorwürfe zu antworten. Ein Vorwurf besteht zum Beispiel darin, dass die von Obama vorgeschlagene Kommission von Ärzten und Experten zur Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen in Wahrheit zum Ziel habe, kranke, behinderte oder demente Menschen zu töten. Obama blieb nichts anderes übrig als zu versichern, dass er nicht vorhabe, «die kranke Oma sterben zu lassen» und er fuhr fort mit der Aufforderung: «Lassen Sie uns über wirkliche Dinge streiten, nicht über Lügen».
Mässige Umfragewerte
Eine kleine, aber durch Flüsterpropaganda und im Internet gut vernetzte Minderheit am rechten Rand des politischen Spektrums mit teilweiser Unterstützung aus dem republikanischen Lager tut aber genau das und erfindet immer wieder die absurdesten Vorwürfe an die Adresse des ersten schwarzen Präsidenten. Aber auch die grosse Masse ist nicht sehr zufrieden mit Obama: 49 Prozent der Amerikaner finden laut der jüngsten Gallup-Umfrage, dass der Präsident die Gesundheitsreform bisher nicht überzeugend genug verkauft. (gmu)