Spektakuläre Aktion in Afghanistan Navy Seals holen vier Geiseln aus Höhlengefängnis

KABUL - Elite-Truppen aus den USA und Grossbritannien holen vier Geiseln eines Schweizer Hilfswerkes aus ihrem Höhlen-Gefängnis.

  • Publiziert: 04.06.2012

Elf Tage lang hielten Terroristen vier Mitarbeiter der Schweizer Hilfsorganisation Medair in Afghanistan fest. Jetzt gelang es 70 Elite-Soldaten aus den USA und Grossbritannien, die vier Geiseln zu befreien. Am Sondereinsatz beteiligt laut «Telegraph»: Obamas Supersoldaten des Team 6 der Navy's Seals. Sie brachten schon Kaida-Chef Osama Bin Laden zur Strecke.

Die Elite-Soldaten schlugen in der Nacht von Freitag auf Samstag zu: Eine Helikop­terflotte flog die Seals und ihre britischen Kollegen in eine Gebirgsregion im Nordosten Afghanistans. Die Elitetruppen wurden rund zwei Meilen entfernt von den Höhlen abgesetzt, wo sich die vier Geiseln befanden.

Dann marschierten die Elitesoldaten durch dichten Wald, um sich im Schutz der Dunkelheit in Position für den Angriff zu bringen. Sie überwältigten in einer Blitzaktion die ­Kidnapper, die mit Panzerfäusten, schweren Maschinen- und Sturmgewehren bewaffnet waren. Innert weniger Minuten wurden elf Entführer getötet. An der Aktion beteiligt war auch eine Spezialeinheit der britischen SAS.

Hohe Berge und enge Schluchten

«Es war eine Mission auf herausforderndem Terrain», sagte Adrian Bradshaw, Lieutenant der britischen Armee. Die Soldaten hätten hohe Berge und enge Schluchten überwinden müssen. Dank einem von einer Drohne aufgenommenen Video und den Kopfkameras, die die Soldaten trugen, konnten Bradshaw und ISAF-Kommandant John Allen zusehen, wie die Soldaten die Höhle stürmten.

Die Britin Helen J. und die Ke­nianerin Moragwe O. waren mit zwei afghanischen Kollegen am 23. Mai entführt worden. Die Kidnapper forderten ein Lösegeld von sechs Millionen Pfund und die Freilassung eines Taliban-Mitglieds.

Die Höhle, in der die beiden Ärztinnen und ihre beiden afghanischen Führer festgehalten wurden, war letzte Woche geortet worden: Einsatzkräfte konnten die Handy-Signale der Kidnapper abfangen. Seither wurden die Geiselnehmer laufend überwacht.

Cameron warnt Terroristen

Der britische Premier David ­Cameron bedankte sich bei den Soldaten: «Es war eine ausserordentlich mutige Mission.» Er zolle den Männern Anerkennung für ihre Fähigkeit und ihren Einsatz.

Cameron schickte noch eine Warnung an Terroristen los: Wer britische Bürger als Geiseln nehme, haben «mit einem raschen und brutalen Ende zu rechnen».

Alle Kommentare (23)

  • Pascal  Biri , Rothrist , via Facebook
    Wenn ich eine Reise ins Ausland mache nehme ich zuerst die Staatsbürgerschaft der USA an. Denn falls ich entführt werde holt mich auch jemand zurück. Bei unserer Regierung, also die da in Bern oben sind gemeint im grossen alten Haus, und dieser Armee kommt ja kein Schweizer nach Hause. Also nicht lebend sondern wohl nur in der Holzkiste. Die Amis verfügen halt über Jahrelange Kampferfahrung in allen Bereichen.
    • 04.06.2012
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  • Ronnie  Simeon
    Euch kann man jeden Müll erzählen, ihr glaubt alles, was gedruckt wird. Aus welchem Grund gehen die Amis mit ihren Seal Teams an die Öffentlichkeit? Geheime Operationen bleiben normalerweise geheim. Seit ein paar Monaten wird immer und immer wieder über die Navy Seals geschrieben. Wenn die wirklich so gut sind wie alle behaupten, dann hätten es diese Jungs gar nicht nödig, in die Öffentlichkeit zu kommen. Was wir hier lesen, nennt man den Versuch, dass Image eines Landes, bestehend aus Versagern, aufzubessern. 90 Prozent wo die Amis einfahren, gehen sie wieder als verlierer nach Hause. Diese Berichte über die Seals, wie auch die Tötung von Bin Laden stinkt zum Himmel und ist mit Sicherheit erstunken und erlogen. Hauptsache, ein paar Leser fallen auf diese Geschichten rein.
    • 04.06.2012
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    • Pascal  Biri , Rothrist , via Facebook
      Hat es in einem Krieg schon jemals einen oder mehrere Gewinner gegeben? Und klar geht es doch um das Prestige. Mein Haus, mein Zaun, meine Mauer, mein Land! Es geht überall um das Prestige und was zieht besser als erfolgreiche Operationen? Über die Seals wurde schon vor 40 Jahren berichtet. Ihre Erfolge sind auch beachtlich. Aber ist doch schön wenn sie sich über das aufregen können. Das heist sie haben keine anderen Probleme. Sie Glücklicher Mensch Sie.
      • 04.06.2012
      • als Kommentar auf Ronnie  Simeon
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  • Max  Müller
    Der Unterschied zu den Amis und Briten ist, dass sie in den Krieg gehen und die Feinde erschiessen. Die Schweizer Luschen-Armee darf nicht mal mit scharfer Munition auf die Wache, weil die Leute gemäss Bundesrat zu unfähig sind. Unser AAD10 ist übrigens auf solche Einsätze ausgelegt, nur fehlen Supporteinheiten, bewaffnete Helis und eine fähige Führung. Ach und das AAD10 darf ja gar nicht im Krieg eingesetzt werden. Sie könnten noch einen Terroristen verletzen bei einer Befreiungsaktion. Unsere Regierung ist ein Witz. Als Terrorist käme ich als erstes hierher :-
    • 04.06.2012
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  • Dominic  Huber
    Sie brachten schon Kaida-Chef Osama Bin Laden zur Strecke. Das ich nicht lache : Jeder mit ein bissel Substanz im Hirn weiss was da gelaufen ist...
    • 04.06.2012
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    • Köbi  Karrer
      Na, dann erzählen Sie mal, was da wirklich gelaufen ist, nach der Meinung ihrer Hinrnsubstanz oder was immer Sie dafür halten.
      • 04.06.2012
      • als Kommentar auf Dominic  Huber
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    • Andreas  Lander , Goldau , via Facebook
      Sie haben wohl zuviele Verschwörungstheorien gelesen bzw. glauben sogar daran *lol*
      • 05.06.2012
      • als Kommentar auf Dominic  Huber
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  • Heinz R.  Staub
    Anstatt nutzlose Kampfjets zu kaufen, würden wir besser in eine solche, absolut hammermässig ausgebildete Anti-Terror Truppe investieren. Die nützen echt etwas.
    • 04.06.2012
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    • Köbi  Karrer
      Und wie bringen wir die nach Afghanistan? Etwa mit dem Gummiboot die Donau hinunter oder mit dem Velo durchs wilde Kurdistan? Irgend eine Basis vor Ort, z.B. ein Flugzeugträger oder zumindest Kampfhelikopter wären da schon hilfreich!
      • 04.06.2012
      • als Kommentar auf Heinz R.  Staub
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