Nato fordert Russland zum Rückzug auf

  • Publiziert: 19.08.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

BRÜSSEL - Die Nato stärkt Georgien den Rücken und fordert die russische Regierung zum sofortigen Truppenabzug auf. Obs etwas nützt, ist allerdings zweifelhaft.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, die Nato dränge Russland dazu, sich aus dem Kaukasus zurückziehen. Die Möglichkeiten der Nato im Südkaukasus seien allerdings sehr begrenzt.

Das Treffen war auf Betreiben der USA zustande gekommen, die Russland unter Druck setzen wollen.

Deutschland und Frankreich wollen aber die Gesprächskanäle offenhalten. Auch sehen sie nicht alleine bei Russland die Verantwortung für den Konflikt.

Russland müsse aber seine Zusagen erfüllen, sagte der britische Aussenminister David Miliband mit Blick auf das von Frankreich ausgehandelte Waffenstillstands-abkommen. Russland müsse erkennen, dass es nicht gewaltsam Grenzen verändern könne.

Grünes Licht für OSZE-Beobachter

Indessen stimmten Russland und Georgien der Entsendung von 20 zusätzlichen Militär-Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in das Krisengebiet zu.

Der finnische Aussenminister Stubb räumte jedoch ein, dass 20 Beobachter viel zu wenig sind.

Keine Anzeichen für Abzug

Trotz russischer Ankündigung gab es am Dienstag weiterhin keine Anzeichen für einen gross angelegten Rückzug der russischen Armee aus Georgien. Die georgische Regierung berichtete, dass die russischen Truppen noch immer Städte im georgischen Kernland kontrollierten. (SDA/odj)

play Im August 2008 gab es blutige Gefechte zwischen Russland und Georgien. Jetzt verschärft sich der Ton zwischen den Konfliktparteien wieder. (AP)

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