Aus dem All Nasa zeigt die Katastrophe in Pakistan

  • Publiziert: 17.08.2010, Aktualisiert: 20.01.2012

Ein Land ertrinkt. Wie schlimm die Überschwemmungen in Pakistan tatsächlich sind, zeigen Bilder, die die Nasa nun veröffentlicht hat.

Die Aufnahmen liegen fast genau ein Jahr auseinander. Die Katastrophe in Pakistan wird nun umso deutlicher sichtbar. Und das Leid nimmt kein Ende: Unter den mehreren Millionen Flüchtlingen bei der Jahrhundertflut breiten sich verstärkt Krankheiten aus. Meldungen von Todesfällen wegen Krankheiten mehren sich. Die UNO ist besorgt.

Die Zeitung «Dawn» berichtete heute unter Berufung auf Gesundheitsbehörden, ein vierjähriger Junge sei in einem Auffanglager in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi an einer Magen-Darm-Erkrankung gestorben. Ein sechs Tage altes Baby sei durch Tetanus ums Leben gekommen.

Der Arzt Khalid Ansari sagte «Dawn», sein Team habe in dem Flüchtlingslager inzwischen bei 400 Menschen hohes Fieber und Magen- Darm-Erkrankungen diagnostiziert. Auch Hauterkrankungen würden häufig festgestellt.

In Rajanpur in der zentralpakistanischen Provinz Punjab starb nach Krankenhaus-Angaben ein 17 Jahre altes Mädchen an einem Magen- Darm-Infekt.

Die Vereinten Nationen äusserten sich besorgt, dass bis zu 3,5 Millionen Kinder infolge der Überschwemmungen an tödlichen Krankheiten erkranken könnten. Bei den durch schwere Monsunregen ausgelösten Fluten sind bis zu 1600 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Millionen fehlt ein Dach über dem Kopf.

Die Weltbank stellte unterdessen den Flutopfern einen Kredit in Höhe von 900 Millionen Dollar zur Verfügung. Die Bank bemühe sich, das Geld schnellstmöglich freizugeben, sagte ein Sprecher heute. Dafür würden andere Programme umgestellt. (SDA/num)

Nationaler Sammeltag!

Mit einem nationalen Sammeltag sammelt die Glückskette morgen Mittwoch Geld für die Opfer der Überschwemmungen in Asien. Beteiligt sind Caritas Schweiz, die Christoffel Blindenmission, das Hilfswerk der Evangelischen Kirche Schweiz, Terre des hommes Kinderhilfe, das Schweizerische Rote Kreuz, Handicap International, die Heilsarmee und das Schweizerische Arbeiterhilfswerk.
Bei der Glückskette können sie auch online spenden.

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