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Mindestens 351 Menschen kamen nach jüngsten Angaben der Staatsmedien bei dem Wirbelsturm vom Wochenende ums Leben. Die unmittelbaren Küstenstreifen wurden von einer meterhohen Flutwelle überschwemmt. Mehr als hunderttausend Menschen wurden obdachlos.
Die grösste Stadt Rangun an der Südküste bekam die volle Wucht des Wirbelsturms zu spüren. Dort brach sämtlicher Kontakt zur Aussenwelt ab. Der Strom fiel aus, die Internetleitungen blieben tot. In weiten Teilen der Küstenregion wurde der Notstand ausgerufen.
Ein westlicher Diplomat in Rangun äusserte Zweifel darüber, ob das geplante Verfassungsreferendum am kommenden Samstag stattfindet: «Diese Millionstadt hat kein Wasser und keinen Strom, ich wüsste nicht, wie das unter diesen Umständen durchgezogen werden kann», sagte er.
Das ganze Ausmass der Sturmschäden ist wegen den unterbrochenen Telefon- und Internetleitungen nur schwer abzuschätzen. Auch die Trinkwasserversorgung ist teilweise unterbrochen. Der Flughafen von Rangun blieb auch am Sonntag, den zweiten Tag in Folge, geschlossen.
Einwohner beschwerten sich über den schleppenden Einsatz der Rettungskräfte. «Das Militär hat die grossen Strassen geräumt, aber in unserer Siedlung mussten wir alles selber machen», sagte ein Einwohner im Vorort Yankin. Exil-Burmesen forderten die Militärjunta auf, internationale Hilfsorganisationen ins Land zu lassen.
Der Sturm war vom Golf von Bengalen aufgezogen und im Irawadi-Delta aufs Land getroffen. In Böen erreichte «Nargis» Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern. (SDA)
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«Nargis» über Asien: Der gewaltige Wirbelsturm riss Hunderte in den Tod. (Reuters)