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Der Sturm hatte das bitterarme südostasiatische Land am Wochenende schwer verwüstet. Zunächst war von hunderten Toten und hunderttausenden Obdachlosen die Rede gewesen. Das Fernsehen berichtet jetzt schon von 4000 Toten – und die Katastrophe könnte noch ein schlimmeres Ausmass annehmen: Denn 3000 Menschen werden noch vermisst. Der Aussenminister sprach sogar von 10000 Toten.
Die Militärregierung hat deshalb zugesagt, ausländische Hilfe ins Land zu lassen.
Die Opfer fühlen sich von der Welt verlassen: «Wir haben nichts mehr», klagt Win Myint in der Trabantenstadt Dagon, in den Aussenbezirken von Rangun. «Nicht einmal Milchpulver», fügt er mit einem verzweifelten Blick auf seine gerade zwei Monate alte Tochter hinzu. «Zum Teufel mit der Demokratie», sagt ein Mann, der am Brunnen seines Nachbarn ansteht. «Was wir jetzt brauchen, ist Wasser.»
Erst allmählich wird das Ausmass der Katastrophe deutlich. 70 Prozent der Bäume sind umgeknickt, wichtige Abteilungen des Zentralspitale zusammengebrochen.
«Mehrere hunderttausend Menschen werde erste Nothilfe benötigen», prognostiziert Richard Horsey von der Uno-Niederlassung in Bangkok.
Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon bat der burmesischen Regierung bereits die Hilfe der Vereinten Nationen an. Als ein erster Schritt sei ein Team zur Einschätzung und Koordinierung der Katastrophenhilfe gebildet worden, teilte Ban gestern Abend in New York mit.
Das Team stehe zur Unterstützung der Regierung bereit, wenn es angefordert werde, sagte er. Die Vereinten Nationen seien zudem darauf eingestellt, bei Bedarf weitere Unterstützung zu leisten und internationale Hilfe zu mobilisieren. Den Opfern der Naturkatastrophe sprach Ban sein «tiefstes Beileid» aus. (SDA)