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Die israelische Aussenministerin Zipi Livni sagte heute nach einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak in Kairo, Israel könne die ständigen Raketenangriffe aus dem Gazastreifen nicht mehr dulden.
Die israelische Armee hatte zuvor – knapp eine Woche nach dem Ende einer Waffenruhe zwischen Israel und zwölf radikale Palästinenserfraktionen – grünes Licht für eine Serie von Operationen im Gazastreifen erhalten, wie israelische Medien berichten.
Geplant seien schwere Luftangriffe auf Ziele der Hamas und des Islamischen Dschihad sowie punktuelle Bodeneinsätze. Eine Wiederbesetzung des Gazastreifens sei von Israel nicht vorgesehen, berichteten die Medien unter Berufung auf Militärs.
Der Generalstab wolle schrittweise den Druck erhöhen, um Hamas zum Stopp der Raketenangriffe zu zwingen. Die Einsätze sollten beginnen, sobald das Wetter dies erlaube. Radikale Palästinenser setzten auch heute ihre Angriffe auf Israel fort.
«Wir können diese Situation nicht länger akzeptieren, und sie wird sich ändern», sagte Livni nach Angaben ihres Büros nach dem Treffen mit Mubarak. Die Hamas als herrschende Macht im Gazastreifen müsse verstehen, «dass ihre Entscheidungen einen Preis haben», sagte die Ministerin.
Ägypten habe sich besorgt über eine weitere Verschlechterung der Lage im Gazastreifen und der humanitären Situation der Bevölkerung geäussert.
Israel hält den Gazastreifen wegen der Raketenangriffe seit mehr als sieben Wochen fast durchgängig abgeriegelt. Radikale Palästinenser feuerten gestern nach Angaben der Armee dennoch 40 Kassam-Raketen und 44 Mörsergranaten auf Israel. Es gab keine Verletzten, zahlreiche Menschen erlitten jedoch einen Schock.
Die Hamas-Organisation, die im Juni 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen hatte, erklärte, die Angriffe seien eine Antwort auf den Tod dreier ihrer Kämpfer am Dienstagabend bei einem Feuergefecht mit israelischen Soldaten am Nordrand des Gazastreifens. (SDA/hhs)