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Das Oberhaupt der katholischen Kirche kam aus Jordanien und landete am Montagmorgen auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. An der Spitze der israelischen Würdenträger erwarteten den Papst Staatspräsident Schimon Peres und Regierungschef Benjamin Netanjahu.
Benedikt XVI. soll nun mit einem Helikopter nach Jerusalem fliegen, wo er Klagemauer, Felsendom sowie die Gedenkstätte Jad Vaschem für die Opfer des Nationalsozialismus aufsuchen wird. Am Mittwoch will er sich in einem Flüchtlingslagers in den Palästinensergebieten umsehen.
Gespannte Beziehungen, 80000 Sicherheitskräfte
Israel ist die zweite Station seiner Nahost-Reise, die der Papst am Freitag in Jordanien begann. Die Beziehungen zwischen Israel und dem Vatikan waren zuletzt wegen des Skandals um den Holocaust-Leugner Richard Williamson belastet (Blick.ch berichtete).
Die jüdische Anti-Defamation-League begrüsste den Besuch des Papstes am Montag allerdings ausdrücklich. In einer ganzseitigen Anzeige in der auflagenstärksten israelischen Zeitung «Jediot Achronot» unterstrich die US-Organisation, der deutsche Papst setze sich klar für eine Versöhnung mit Israel und den Juden ein.
Es ist Benedikts erste Reise nach Israel als Oberhaupt der katholischen Kirche. Ein für Israel bislang einmaliges Aufgebot von 80000 Polizisten und Sicherheitskräften soll den Papst schützen. (SDA)