Jede Hoffnung auf Frieden zerstört

  • Publiziert: 06.03.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

GAZA – Über ein Million Menschen braucht Nahrungshilfe, 75'000 haben ihren Job verloren: Im blockierten Gaza-Streifen herrscht eine dramatische Situation. Hilfswerke schlagen Alarm.

Mehr als 1,1 Millionen Einwohner des Gazastreifens sind von Nahrungsmittelhilfe abhängig. Von den 110000 ursprünglich in privaten Arbeitsverhältnissen stehenden Bewohnern hätten 75000 ihren Job verloren. Die humanitäre Situation ist damit die Schlimmste seit 1967, als Israel das Gebiet besetzte.

Wenn Israel die Blockade nicht beende, komme es zur Katastrophe: Mit diesen dramatischen Worten umschreibt Geoffrey Dennis von der Hilfsorganisation Care International. Jede Hoffnung auf Frieden in der Region werde somit zerstört. Auch seine Kollegen von Organisationen wie Amnesty International, Save the Children und andere kritisieren die israelische Blockade des Gazastreifens.

Die Massnahme sei eine «illegale Kollektivstrafe», die die Sicherheitslage nicht verbessert habe, klagen die Menschenrechtler. Die Blockade habe die Verarmung und die Arbeitslosigkeit «dramatisch» gesteigert. Auch die Bildungssituation und die medizinische Versorgung haben sich verschlechtert. (SDA/bih)

Die Situation

Israel hatte im Januar die Blockade des Gazastreifens verschärft. Das Gebiet wird seit Sommer 2007 von der radikal- islamischen Hamas kontrolliert. Aus dem Gazastreifen werden immer wieder israelische Grenzstädte mit palästinensischen Raketen beschossen. Aus diesem Grund hatte Israel in der vergangenen Woche eine mehrtägige blutige Offensive gegen Ziele im Gazastreifen begonnen. Dabei wurden mehr als 120 Palästinenser getötet.

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