Israel: Livni und Netanjahu erklären beide Sieg

  • Publiziert: 10.02.2009, Aktualisiert: 02.01.2012
play Anhänger der Likud-Partei jubeln. (Reuters)

TEL AVIV – Der Wahlkrimi in Israel hat noch kein Ende: Angesichts ihres Vorsprungs hat Israels Aussenministerin Zipi Livni das Amt der Regierungschefin für sich beansprucht. Das sieht Benjamin Neanjahu anders.

Aussenministerin Zipi Livni werde die neue Ministerpräsidentin, erklärte ihre Kadima-Partei am Dienstagabend. Nach einer am Dienstabend veröffentlichten Prognose des Fernsehsenders Channel 2 liegt die Kadima-Partei mit 29 von 120 Sitzen in Führung. Der Likud von Oppositionsführer Benjamin Netanjahu wird demnach 27 Mandate in der Knesset erhalten.

Aber: Die Likud-Partei hat trotz ihres knappen Rückstands bei der Parlamentswahl in Israel das Amt des Regierungschefs für sich beansprucht. Der Vorsitzende Benjamin Netanjahu werde der nächste Ministerpräsident, erklärte die Partei am Dienstagabend.

Das Ergebnisse der Wahl beweise, dass Likud und das «nationale Lager» gewonnen hätten. Ersten Prognosen zufolge lag die Kadima-Partei von Aussenministerin Zipi Livni bei der vorgezogenen Neuwahl knapp vorn.

Das israelische Wahlsystem sieht jedoch vor, dass nicht unbedingt die stärkste Fraktion, sondern der Kandidat mit den nach Ansicht des Staatschefs besten Aussichten auf eine Mehrheit in der Knesset mit der Regierungsbildung beauftragt wird.

Netanjahu könnte mit Unterstützung von Parteien aus dem extrem rechten Spektrum und religiösen Gruppierungen auf eine Mehrheit von 63 der insgesamt 120 Abgeordneten im Parlament kommen. (SDA)

play Und auch sie feiern den Sieg: Anhänger von Aussenministerin Zipi Livni. (AP)

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