«Endet Gaza als KZ?»

  • Publiziert: 02.01.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

BERN - Gegen 1000 Demonstranten protestierten heute Nachmittag in Bern gegen die israelische Militär-Offensive im Gaza-Streifen. Verbal hitzig aber friedlich zogen sie vor die israelische Botschaft.

Rund 1000 Personen haben am Freitagnachmittag in Bern gegen die israelischen Militärschläge im Gazastreifen und für «ein freies Palästina» demonstriert. Die bewilligte Kundgebung verlief friedlich.

Vom Helvetiaplatz zogen die Kundgebungsteilnehmer, darunter zahlreiche Familien, vor die israelische Botschaft im Berner Kirchenfeldquartier. Die Zugänge zur Botschaft wurden von mehreren Dutzend Polizisten abgeriegelt.

Auf Transparenten verurteilten die Demonstranten die israelischen Militärschläge. «Israel = Terrorist» oder «Endet Gaza als KZ?», war unter anderem auf den Transparenten zu lesen.

Zahlreiche Personen schwenkten palästinensische Fahnen. In lauten Sprechchören forderten die Demonstranten ein freies Palästina.

Unter den Kundgebungsteilnehmern waren auch die beiden Grünen Nationalräte Geri Müller (AG) und Daniel Vischer (ZH). Vor Ort waren gegen 1000 Personen, wie eine Schätzung einer SDA-Mitarbeitenden vor Ort ergab. Die Kantonspolizei Bern sprach von rund 800 Teilnehmern.

Zur Kundgebung aufgerufen hatte das «Netzwerk Schweiz für einen gerechten Frieden in Palästina/Israel». Darin haben sich Gruppierungen und Einzelpersonen zusammengeschlossen, die sich für die Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung einsetzen, so etwa die Gesellschaft Schweiz-Palästina oder der Verein der Palästinensischen Gemeinde in der Schweiz.

Rund um den Erdball, vor allem in muslimischen Ländern kam es heute zu zahlreichen Demonstrationen gegen das militärische Vorgehen Israels und die Nahost-Politik der USA.

Israel verbietet Journalisten im Gazastreifen

Die israelische Regierung widersetzt sich einem Urteil des Obersten Gerichtshofes und lässt weiterhin keine Auslandskorrespondenten zur Berichterstattung in den Gazastreifen einreisen. Die Auslandspressevereinigung (FPA) kritisierte diese Entscheidung.

Das Gericht hatte zuvor angeordnet, dass immer dann Reporter in den Gazastreifen einreisen dürfen, wenn der Grenzübergang Erez aus humanitären Gründen geöffnet wird. Die offizielle Erklärung der israelischen Behörden, dass heute nicht ausreichend Zeit für eine Koordinierung gewesen sei, bezeichnete die FPA als unbegründet.

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