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Eigentlich ist es immer Routinesache gewesen, dass die IAEA in Wien technische Unterstützung geleistet hat. Dies vor allem deswegen, damit beim Aufbau von Nuklearanlagen die strengsten Sicherheitsstandards garantiert werden.
Doch zum ersten Mal könnte die Atomenergiebehörde nein sagen. Denn wer jetzt anklopft ist, nicht irgendeiner. Sondern Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad – im Westen, mindestens für US-Präsident George W.Bush – Mr. Bösewicht. Dessen Atomprogramm dem Westen grösste Angst einjagt. Eine Unterstützung durch die IAEA würde seinen Plänen so etwas wie eine offizielle Absegnung verleihen.
Dafür will niemand die Verantwortung tragen. Gewährt die Behörde die Unterstützung aber nicht, gibt sie eine Kontrollmöglichkeit aus der Hand.
Kein Wunder also, ist die IAEA gespalten! Einerseits betonte die stellvertretende Generaldirektorin Anna Maria Cetto an der Sitzung heute, die iranischen Projekte trügen nichts zur Anreicherung von Uran oder zur Wiederaufarbeitung bei. Alle diese Vorhaben stünden in Einklang mit den Zielen des Weltsicherheitsrats.
Anderseits sind die meisten Teilnehmerstaaten gegen den Antrag auf Hilfe beim Bau des Schwerwasserreaktors in Arak. So erklärte die EU, der Reaktor würde in der Zukunft eine beträchtliche Menge Plutonium produzieren, was mit Blick auf die Nichtweiterverbreitung von Atommaterial ein grosses Risiko darstellen würde.
Die Beratungen der IAEA dauern an.
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Am Wochenende lächelte Amadinedschad ausgerechnet mit dem Sprecher des nordkoreanischen Parlaments, Che Tai Bek, vor der Kamera, heute präsentierte sich Irans Präsident als Friedenstaube. (Keystone)