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In Gaza-Stadt waren am Dienstag weiterhin laute Explosionen zu hören. Die israelische Luftwaffe griff erneut ein Regierungsgebäude der Hamas, eine Moschee sowie ein Hamas-Trainingszentrum an.
Nach Spitalangaben wurden am Dienstag insgesamt zehn Palästinenser getötet. Damit stieg die Zahl der Toten nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Gaza auf mehr als 360 bei über 1700 Verletzten.
Kein Ende in Sicht
Der israelische Regierungssprecher Mark Regev sagte, die Angriffe sollten solange weitergehen, bis man eine Situation geschaffen habe, in der israelische Bürger nicht mehr in ständiger Furcht vor Raketenangriffen leben müssten.
Am Montagabend waren bei den Raketenangriffen zwei Israelis getötet worden: In Aschdod starb eine Mutter von vier Kindern und in einer Militärstellung am Rande des Gazastreifens ein drusischer Soldat.
Damit stieg die Zahl der israelischen Toten seit Beginn der Operation «Gegossenes Blei» auf vier.
Schriftsteller fordern Waffenruhe
Drei bekannte israelische Schriftsteller sprachen sich inzwischen für eine Waffenruhe mit der Hamas aus. «Um neue Tote und Zerstörung zu verhindern, müssen wir das Feuer innerhalb von 48 Stunden komplett einstellen», schrieb David Grossman in der Zeitung «Haaretz».
Auch der Autor Amos Oz sprach sich in der italienischen «Corriere della Sera» für ein Ende der Gefechte aus. Als Bedingungen für einen Waffenstillstand nannte er ein Ende des Raketenbeschusses aus dem Palästinensergebiet und die Aufhebung der israelischen Blockade.
Internationale Appelle
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bekräftigte seine Forderung nach einer umgehenden Waffenruhe. Zugleich warf er den Regierungschefs in aller Welt vor, nicht energisch genug für ein Ende der Gewalt einzutreten.
Die Aussenminister der EU wollen am Dienstagabend in Paris über die jüngste Eskalation der Gewalt im Nahen Osten beraten. Dazu hat die französische EU-Ratspräsidentschaft gestern zu einem Krisentreffen eingeladen. (sda/gmu)