Nahost UNESCO nimmt umstrittene Resolution zu Ost-Jerusalem an

Paris – Die UNESCO hat eine umstrittene Resolution zu Ost-Jerusalem verabschiedet. Der Exekutivrat habe den Text am Dienstag unverändert angenommen, sagte ein Sprecher am Sitz der UNO-Kulturorganisation in Paris.

Jerusalem-Resolution: Jerusalem setzt Zusammenarbeit mit UNESCO aus play
Palästinenser beten rund um die Al-Aksa-Moschee in Ost-Jerusalem. (Archiv) KEYSTONE/AP/MAHMOUD ILLEAN

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Konsumentenschützer warnen vor Spielzeug Hacker belauschen Kinder über...
2 Zu viele Unfälle Iran führt Nummernschild-Pflicht für Kamele ein
3 Trump ist hässig auf den Boeing-Boss Ist der «Abschuss» der Air...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
1 shares
Fehler
Melden

Israel hat seine Zusammenarbeit mit der UNESCO wegen dieser und einer anderen geplanten Resolution bereits ausgesetzt. Die Regierung in Jerusalem wirft der Organisation vor, den «islamistischen Terrorismus» zu unterstützen.

Der Text wurde unter Federführung von sieben arabischen Staaten verfasst, darunter Ägypten, Algerien, der Libanon und Katar. Ziel ist es, «das palästinensische Kulturerbe und den unverkennbaren Charakter von Ost-Jerusalem zu bewahren». Dazu gehört auch die Altstadt von Jerusalem, in der sich mit der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom zwei der heiligsten Stätten des Islam befinden.

Israels Bildungsminister Naftali Bennett hatte der UNESCO am Freitag vorgeworfen, die «tausendjährigen jüdischen Verbindungen zu Jerusalem» zu ignorieren. Besonders empört ist die Regierung darüber, dass der Tempelberg in der Resolution nie mit seinem jüdischen Namen bezeichnet wird und die Klagemauer nur mit Anführungszeichen aufgeführt wird.

Der stellvertretende palästinensische Botschafter bei der UNESCO, Munir Anastas, sagte: «Die Resolution erinnert Israel daran, dass es die Besatzungsmacht in Ost-Jerusalem ist.» Er rief die israelische Regierung auf, den «Missbrauch» islamischer Kultstätten zu stoppen, etwa durch archäologische Grabungen. (SDA)

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 18.10.2016
teilen
teilen
1 shares
Fehler
Melden