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Silvio Berlusconi ist weit davon entfernt, ein Engel zu sein – sowohl was seinen Umgang mit schönen Frauen, als auch sein Verständnis einer unabhängigen Justiz betrifft. So hat sich nun der Künstler Filippo Panseca einen besondern Spass erlaubt und den italienischen Ministerpräsidenten auf einem Gemälde mit nacktem Oberkörper und Flügeln dargestellt – im Stil des 18. Jahrhunderts.
Doch damit nicht genug: Der Frauenheld bezirzt auf dem Werk nicht etwa seine Frau Veronica Lario (52) – diese hat Panseca auf einem anderen Bild gepinselt, mit riesigem Vorbau. Nein, Berlusconi macht sich an seine hübsche Ministerin für Gleichstellungsfragen, Mara Carfagna, heran. Über die – ein früheres TV-Showgirl – hat er einst gesagt: «Wenn ich nicht schon verheiratet wäre, würde ich sie vom Fleck weg heiraten». Was dummerweise bei Frau Berlusconi nicht besonders gut ankam, so dass sich der grossmäulige Gatte öffentlich entschuldigen musste.
Gebauchpinselter Berlusconi?
Die provokativen Werke sind Teil einer Ausstellung in Savona zum 125-jährigen Jubiläum einer Seifensorte. Wobei nicht ganz klar ist, was ein nackiger Ministerpräsident mit Seife zu tun haben soll – abgesehen von seinen zuweilen schmierigen Kommentaren. Protestieren mag Berlusconi nicht gegen die Bilder. Gut möglich, dass sich der eitle 72-jährige von der Darstellung mit knackigem Oberkörper geschmeichelt fühlt.
Künstler Panseca versteht die Aufregung nicht, die seine Bilder in der norditalienischen Stadt und im Rest des Landes verursacht haben. Weder Berlusconi noch Ministerin Carafagna hätten ihn bisher angerufen, sagte er gegenüber der Zeitung «Il secolo XIX». «Doch wenn sie es täten, würde ich sie zuerst auffordern, einmal herzlich zu lachen. Dann könnten sie mir ein Angebot machen, um die Gemälde zu kaufen», erklärte Panseca.
Den Erlös würde er nicht selber behalten, sondern den Erdbeben-Opfern in den Abruzzen spenden. Davon hätten diese wohl mehr als von den flapsigen Kommentaren Berlusconis: Sie sollten die Zeit in den Not-Zeltlagern wie einen Campingsausflug nehmen, hatte er den Obdachlosen ans Herz gelegt (Blick.ch berichtete). (hhs)