NORWALK (USA) - Nach dem Blutbad in Aurora sind die Kinogänger in den USA verunsichert – zu Recht: Drei Verdächtige sind bereits festgenommen worden. Ein Betrunkener löste gar eine Massenpanik aus.
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Inspirierte Nachahmer: James Holmes.
(Reuters)In der Stadt Sierra Vista im US-Staat Arizona geraten Kinozuschauer während einer Vorstellung des «Batman»-Films wegen Michel Borboa (27) in Panik.
Er verhält sich merkwürdig, trägt eine grosse Tasche bei sich. Das Verhalten des 27-Jährigen löst eine «Massenhysterie» aus, rund 50 Menschen flüchten aus dem Kino, wie das Sheriff-Büro im Bezirk Cochise County mitteilt.
Riesiges Waffenarsenal
Im US-Staat Maine wird am Sonntag ein Mann festgenommen, der «The Dark Knight Rises» gesehen und gestern damit drohte, einen ehemaligen Mitarbeiter zu erschiessen.
Timothy Courtois wird wegen zu schnellen Fahrens angehalten. In seinem Fahrzeug finden die Beamten anschliessend ein Sturmgewehr, vier Handfeuerwaffen, Munition sowie Zeitungsausschnitte über die Schiesserei in Colorado, bei der am Freitag zwölf Menschen getötet wurden.
Auch den passenden Fluchtwagen hat sich Courtois gemietet: Einen schwarzen Ford Mustang, mit dem er der Polizei entkommen wollte, wie er zugibt. Bei ihm zuhause finden die Polizisten weitere Waffen und mehrere tausend Schuss Munition.
In Südkalifornien wurde bereits am Sonntag ein Mann während einer Nachmittagsvorstellung des «Batman»-Films in Gewahrsam genommen. Clark Tabor (52) drohte: «Ich sollte das Gleiche tun wie in Colorado!» Danach habe er gefragt, ob jemand eine Waffe habe.
Waffenverkäufe gestiegen
Seit dem Massaker werden die Waffengeschäfte in den USA überrannt. Die Zahl der Anmeldungen für die Sicherheitsüberprüfung, um eine Waffe zu erwerben, stiegen sprunghaft um über 40 Prozent an. Gegenüber der «Denver Post» sagt Jake Meyers, ein Angestellter eines Waffengeschäfts: «Es ist völlig verrückt!»
Der Montag sei der wohl betriebsamste seines ganzen Jahres gewesen, sagt Meyers. Die meisten Leute hätten angegeben, sich bisher ohne Waffe sicher gefühlt zu haben. Doch seit dem Blutbad bräuchten sie Schutz. (SDA/num)
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