Nerven liegen blank Nachahmer von Batman-Killer verhaftet

NORWALK (USA) - Nach dem Blutbad in Aurora sind die Kinogänger in den USA verunsichert – zu Recht: Drei Verdächtige sind bereits festgenommen worden. Ein Betrunkener löste gar eine Massenpanik aus.

  • Publiziert: 24.07.2012
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Inspirierte Nachahmer: James Holmes.

(Reuters)

In der Stadt Sierra Vista im US-Staat Arizona geraten Kinozuschauer während einer Vorstellung des «Batman»-Films wegen Michel Borboa (27) in Panik.

Er verhält sich merkwürdig, trägt eine grosse Tasche bei sich. Das Verhalten des 27-Jährigen löst eine «Massenhysterie» aus, rund 50 Menschen flüchten aus dem Kino, wie das Sheriff-Büro im Bezirk Cochise County mitteilt.

Riesiges Waffenarsenal

Im US-Staat Maine wird am Sonntag ein Mann festgenommen, der «The Dark Knight Rises» gesehen und gestern damit drohte, einen ehemaligen Mitarbeiter zu erschiessen.

Timothy Courtois wird wegen zu schnellen Fahrens angehalten. In seinem Fahrzeug finden die Beamten anschliessend ein Sturmgewehr, vier Handfeuerwaffen, Munition sowie Zeitungsausschnitte über die Schiesserei in Colorado, bei der am Freitag zwölf Menschen getötet wurden.

Auch den passenden Fluchtwagen hat sich Courtois gemietet: Einen schwarzen Ford Mustang, mit dem er der Polizei entkommen wollte, wie er zugibt. Bei ihm zuhause finden die Polizisten weitere Waffen und mehrere tausend Schuss Munition.

In Südkalifornien wurde bereits am Sonntag ein Mann während einer Nachmittagsvorstellung des «Batman»-Films in Gewahrsam genommen. Clark Tabor (52) drohte: «Ich sollte das Gleiche tun wie in Colorado!» Danach habe er gefragt, ob jemand eine Waffe habe. 

Waffenverkäufe gestiegen

Seit dem Massaker werden die Waffengeschäfte in den USA überrannt. Die Zahl der Anmeldungen für die Sicherheitsüberprüfung, um eine Waffe zu erwerben, stiegen sprunghaft um über 40 Prozent an. Gegenüber der «Denver Post» sagt Jake Meyers, ein Angestellter eines Waffengeschäfts: «Es ist völlig verrückt!»

Der Montag sei der wohl betriebsamste seines ganzen Jahres gewesen, sagt Meyers. Die meisten Leute hätten angegeben, sich bisher ohne Waffe sicher gefühlt zu haben. Doch seit dem Blutbad bräuchten sie Schutz. (SDA/num)

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Beliebteste Kommentare

  • Andy  Halter , Zürich
    Sorry aber das ist doch einfach nur krank und entspricht dem typischen Clichés der USA
  • Rudolf  Hunziker , Ag
    Die Amis...hysterisch wie eh und je. Bald ist jeder ein Verdächtiger und je mehr ein Hype um die Sache gemacht wird, umso wahrscheinlicher werden Nachmacher. Traurig und beschämend so etwas.

Alle Kommentare (10)

  • Camille  LaFontaine , Bern
    Man geht einfach nicht in den Film. Gefahr gebannt.
    • 24.07.2012
    • 9
    • 24
  • Kurt  Kuehni , via Facebook
    Was bringt es, Waffen zu verbieten? Illegal kriegt jeder, was er will. Und in den USA gibt es bestimmt mehr Gewehre und Pistolen, Colts und Revolver, ... als Einwohner. Die werden sicher ab sofort gehütet wie die Augäpfel. Und bestenfalls unter der Hand zu horrenden Preisen weiterverkauft. An welche wohl? Kriegen die das und auch andere Probleme jemals wieder in den Griff?
    • 24.07.2012
    • 8
    • 14
  • Ruth  Schöpfer , Küssnacht Am Rigi , via Facebook
    ..und mit eigener Waffe, wollen Sie dann zurückschiessen oder was?
    • 24.07.2012
    • 13
    • 7
  • Franz  Müller
    Einfach krank diese Typen. Aber warum eigentlich ausgerechnet bei Film Batman?
  • Rudolf  Hunziker , Ag
    Die Amis...hysterisch wie eh und je. Bald ist jeder ein Verdächtiger und je mehr ein Hype um die Sache gemacht wird, umso wahrscheinlicher werden Nachmacher. Traurig und beschämend so etwas.
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