Nach Wahlfiasko: CDU will eine Koalition der Verlierer

STUTTGART (D) - Die Grünen sind die stärkste Kraft in Baden-Württemberg – vor allem dank Chef Winfried Kretschmann. Nun macht ihm sein Gegenspieler den Regierungsanspruch streitig.

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Nach den Landtagswahlen in Deutschland sind die Karten für eine Regierungsbildung neu gemischt. Guido Wolf, CDU-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, will sich nun um eine um eine Koalition mit der SPD und FDP bemühen. Auch die beiden Parteien mussten Verluste einstecken. Es wäre ein schwarz-rot-gelber Zusammenschluss, einer in den Landesfarben – eine Deutschland-Koalition, wie es Spiegel Online nennt.

Germany Elections play
Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann will regieren – dazu muss er aber eine Koalition bilden können. AP

Es ist ein Angriff auf den Regierungsanspruch von Winfried Kretschmann, dem grünen Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg. Denn dem charismatischen Politiker ist es zu verdanken, dass die Grünen 30 Prozent der Stimmen erhielten und zum ersten Mal in ihrer Geschichte die stärkste Kraft in einem Bundesland wurden.

Und Kretschmann will nun regieren. Das kann er aber nur mit der CDU oder der SPD und der FDP.

Nein zu AfD

Eine nationale Zusammenarbeit mit der AfD kommt für die CDU übrigens nicht in Frage. «Wenn man sich die Inhalte anschaut, kann es keine Zusammenarbeit zwischen Union und AfD geben», sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber am Montag im ZDF.

Die AfD nehme in Kauf, dass viele ihrer Funktionäre «ganz am rechten Rand» zu Hause seien und eine entsprechende Sprache pflegten. «Das C in unserem Namen setzt eine klare Grenze nach rechts», betonte Tauber. Vorstand und Präsidium hätten sich klar positioniert, dass es keine Kooperation mit der AfD geben könne. (rey/sda)

Publiziert am 14.03.2016 | Aktualisiert am 14.03.2016
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8 Kommentare
  • Thomas  Stäubli , via Facebook 14.03.2016
    Dieser Guido will offenbar die neue Witzfigur Nummer 1 in der "Heute-Show" werden.
  • Alexandra  Weber aus Kloten
    14.03.2016
    Das war eine klare Personen-Wahl. Doch die CDU kann das klar nicht akzeptieren und muss im Grössenwahnsinn baden - anstatt demütig an sich zu arbeiten, nämlich a Priori aufs Volk einzugehen, zu hören.
    ewz
  • Dan  Gardner 14.03.2016
    "Das C in unserem Namen setzt eine klare Grenze nach rechts», betonte Tauber, aber wie ich höre und lese heisst das "C" Oeffnung nach links.
    Soci und Kommunisten sind anerkannte und passende Partner
  • Georg  Ritter 14.03.2016
    Ich bin froh, lebe ich in einem Erfolgsmodell, nämlich der Schweiz. Es gibt zwar auch bei uns verblödetes, Ressourcen raubendes Gehacke zwischen den Parteien, aber grundsätzlich teilt man sich hier die "Macht", und das ist gut so. Aber eben: Politiker wollen nichts lernen und können nichts lernen, und deshalb werden die Deutschen noch lange unter ihren "Volks"vertretern leiden. Schade.
  • alberto  chen aus Taipei/Taiwan R.O.C.
    14.03.2016
    Das wird so weitergehen. Die heilige CDU und ihr Busenpartner, die nicht weniger tolerante SPD, werden weiter absteigen, analog der Schweiz.
    Doch so gehts halt, wenn man die eigene Bevölkerung nicht mehr ernst nimmt!