PKK-Splittergruppe TAK bekennt sich zum Terroranschlag mit 38 Toten Erdogan schwört blutige Rache

  • 38 Tote, mehr als 150 Verletzte gestern beim Beşiktaş-Stadion in Instanbul.
  • Die PKK-Splittergruppe TAK (Freiheitsfalken Kurdistans) bekennt sich zum Terroranschlag.
  • Erdogan und sein Innenminister haben schon Rache geschworen.
  • Der türkische Präsident will die «Pest des Terrors» ausrotten.

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Der Match zwischen den verfeindeten Klubs Bursaspor und Besiktas war gerade seit 90 Minuten vorbei, die Polizei hatte das Risikospiel mehr oder weniger schadlos überstanden.

Doch dann, am Samstagabend, als die Fans schon abgezogen war, erschütterte eine Detonation den Stadtteil: Ein riesiger Feuerball stieg in den Himmel, die Autobombe hatte einen zwei Meter tiefen Krater in die Strasse nahe des Stadions gerissen.

Kurze Zeit später folgte die zweite Explosion: Ein Selbstmordattentäter jagte sich im nahen Macka-Park in die Luft. Der Mann zündete seinen Sprengsatz, nachdem er von Polizisten angehalten worden war. Die schreckliche Bilanz des Doppelanschlags: Mindestens 38 Tote, darunter 30 Polizisten und 155 Verletzte.

Am Sonntag hat haben sich die «Freiheitsfalken Kurdistans» (TAK), eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, zum Doppelanschlag bekannt. Dies teilt die Extremistengruppe auf ihrer Website mit. Zwei ihrer Anhänger seien dabei getötet worden. Mit den Anschlägen wollen sie auf die Gefangenschaft des PKK-Anführers Abdullah Öcalan und die türkischen Militär-Operationen im Südosten des Landes aufmerksam machen.

«Sie werden einen noch höheren Preis zahlen»

Am Tag nach der Terror-Attacke reagiert die türkische Regierung: Ministerpräsident Binali Yildirim rief eine eintägige Staatstrauer aus und ordnete an, dass die Flaggen am Sonntag auf Halbmast gesetzt werden.

Und Staatspräsident Erdogan kündigte Vergeltung an: Der Kampf gegen die «Pest des Terrors» sei jetzt das Wichtigste, sagte er beim Besuch in einem Spital. Diese Täter würden einen «noch höheren Preis» bezahlen müssen.

«Wann immer die Türkei einen positiven Schritt in Richtung Zukunft macht, ist die Antwort sofort Blut, Leben, Brutalität, Chaos mit den blutigen Händen von Terrororganisationen», hiess es auf Erdogans Website.

Innenminister Süleyman Soylu sagte es während einer Beerdigung von getöteten Polizisten direkt: «Wir werden uns rächen.» (bih)

Publiziert am 11.12.2016 | Aktualisiert am 19.12.2016
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17 Kommentare
  • Dieter  Sprenger 12.12.2016
    Nach jahrzehnte langen erfolglosen Kampf des türkischen Staates gegen die Kurden, glaubt nun Erdogan diese bereits unterdrückte Minderheit noch ganz eliminieren zu können . Doch das Gegenteil von dessen wird eintreffen ! Ausgerechnet Erdogan welcher im Ausland mehr Rechte für seine eigenen Staatsangehörigen Gastarbeiter fordert, möchte den eigenen Minderheiten noch die letzten Rechte wegnehmen . Auch wenn dies viele Türken nicht gerne wahrhaben wollen, führt diese Politik in die Sackgasse !
  • Kurt  Lutz aus Kaiseraugst
    12.12.2016
    Mal was anderes. Viele Polizisten stehen zusammen in Uniformen.
    Ein Unbekannter kann sich unter diese Gruppe einschleichen. Wie ist so etwas möglich?
    Entweder wurde eine Polizeiuniform geklaut oder ein eigener dieser Gruppe war ein Terrorist oder diese Polizisten waren nicht aufmerksam genug. Bei solchen Veranstaltungen müssen alle Augen und Ohren offen haben. Solche Anschläge sind einfach zu Verabscheuen.
  • willi  Frischknecht 11.12.2016
    Erdogan hat den Wind gesät wird nun den Sturm ernten.. Leider wird sich die Spirale der Gewalt immer schneller drehen und das alles nur wegen einem neuen Größenwahnsinnigen wie wir sie in der Geschichte schon oft sahen.
  • Peter  aus Oberbipp 11.12.2016
    Wer traut diesem möchtegern Diktator noch über den Weg. Er legt sich alles zurecht wie es ihm grade so passt. Die PKK als Schuldige ist perfekt ob war oder nicht.
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    11.12.2016
    ja ja lieber Erdogan. Es läuft hier nicht wie beim Schachspiel. Man kann nicht hintendurch dem IS hoffieren und denken, er löse das Kurdenproblem. Wäre der Präsident den anderen Weg gegangen könnte er auf die Dauer noch tausenden das Leben retten - ohne das seine aufs Spiel zu setzen !