Nach Putschversuch Türkei suspendiert 12'800 Polizisten

ANKARA (TÜRKEI) - Erst gestern wurde der Ausnahmezustand in der Türkei verlängert, heute nun kommt die Nachricht, dass mehr als 12'000 Polizisten vom Dienst suspendiert werden.

Türkei suspendiert mehr als 12'000 Polizisten nach Putschversuch play
Der Ausnahmezustand in der Türkei wurde erst gestern um drei Monate verlängert. Er war nach dem Putschversuch verhängt worden. (Symbolbild) SEDAT SUNA

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Zweieinhalb Monate nach dem gescheiterten Militärputsch sind in der Türkei 12'800 Polizisten vom Dienst suspendiert worden. Wie die Polizeiführung heute mitteilte, werden ihnen Verbindungen zu dem Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen, der für den Umsturzversuch verantwortlich gemacht wird.

Unter den Suspendierten seien gut 2500 Führungskräfte. Insgesamt gibt es in der Polizei ungefähr 250'000 Polizisten.

Seit dem Putschversuch Mitte Juli waren zuvor bereits rund 100'000 Staatsbedienstete in Militär, Verwaltung, Polizei und Justiz entlassen oder suspendiert worden. Etwa 32'000 Menschen wurden inhaftiert.

Am Montag hatte die Regierung in Ankara beschlossen, den Ausnahmezustand um weitere 90 Tage zu verlängern. (SDA/stj)

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 02.11.2016
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  • Boris  Kerzenmacher 04.10.2016
    2)
    Und die EU verkauft das dann als politischen Erfolg: "Schaut her, durch langes aussitzen und gewähren lassen ist uns nun gelungen die Türkei dazu zu bewegen die Kriterien zu erfüllen. Das belohnen wir jetzt mit der Visafreiheit."
    So oder so ähnlich wird es wohl ablaufen.
    • süleyman  kovanci 05.10.2016
      Welchen schaden erleiden sie zur zeit,wegen den geschehnissen in der Türkei ? Keine ! Aber sie regen sich auf, als haetten sie einen schaden erlitten ! Es kann doch nicht sein, dass demokratie feinde hohe aemter weiterhin bekleiden können, und so tun als sei nichts gewesen ! Wissen sie eigentlich , wieviele DDR beamte bei der wiedervereinigung den hut nehmen mussten ?
  • Charles  Metzger 04.10.2016
    Vielleicht sollten sich hiesige Landsleute überlegen, zurück ins osmanische Reich zu gehen, wenn das so vielversprechend ist, oder zurückzugehen, um Atatürks Lebenswerk zu retten.