Nach «Nafri»-Kritik der Grünen-Chefin Simone Peter Polizist landet mit Standpauke Viral-Hit

Darf man Nordafrikaner nur wegen ihres Aussehens kontrollieren und salopp als «Nafri» bezeichnen? So wie in der Silvesternacht in Köln geschehen? Ein Polizei-Gewerkschafter wehrt sich für seine Kollegen – und kriegt viel Unterstützung.

Löste eine Kontroverse aus: «Nafris»-Tweet der Kölner Polizei. play

Löste eine Kontroverse aus: «Nafris»-Tweet der Kölner Polizei.

Twitter/polizei_nrw_k

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Es war ein heikler Einsatz für die Kölner Polizei. Nachdem es in der letzten Silvesternacht zu Hunderten sexuellen Übergriffen und Diebstählen gekommen war, richtete sich die Aufmerksamkeit in ganz Deutschland auf die Kölner Domplattte.

Die Bilanz des Abends: Frauen konnten in Ruhe ins neue Jahr feiern. Die Polizei hatte alles im Griff. Trotzdem musste sie erneut Kritik einstecken. Diesmal gings um die Wortwahl.

Postby

«Am Hauptbahnhof werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft», schrieb die Social-Media-Abteilung der Kölner Polizei am Silvesterabend. «Nafri» ist Polizei-Jargon für «Nordafrikaner» oder «nordafrikanischer Intensivtäter» – ganz klar ist es nicht. Klar ist aber, dass die Wortwahl eine grosse Debatte über Rassismus und «Racial Profiling» ausgelöst hat: Tatverdächtige anhand des Aussehens und Hautfarbe auswählen.

Kommentar zum Thema
6 9 Das meint BLICK zur «Nafris»-DebatteUnverhältnismässiges Deutschland
Grünen-Chefin kriegt auf die Kappe

Die Chefin der deutschen Grünen Simone Peter stellte die Frage der Rechtmässigkeit, «wenn insgesamt knapp 1000 Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt wurden», sagte Peter.

Polizei-Gewerkschafter Gerhard Kirsch postete auf Facebook dazu eine flammende Rede gegen Peter: «Kommen Sie bitte zurück in die Realität – denn die wird uns noch sehr viel abverlangen.»

In der Kritik: Grüne-Politikerin Simone Peter. play
In der Kritik: Grüne-Politikerin Simone Peter. imago stock&people

Kirsch fragte Peter direkt: «Warum ist es Ihnen eigentlich auch vor dem Hintergrund des Berliner Terroranschlages nicht möglich zu sagen, dass meine Kolleginnen und Kollegen einfach einen brisanten Einsatz exzellent gemeistert haben?»

«Wir sorgen dafür, dass Sie Unfug sagen können»

Der Gewerkschafter fährt fort: «Meine Kolleginnen und Kollegen kommen seit Monaten aus den Stiefeln nicht mehr raus – und sorgen dafür, dass auch Sie in diesem Staat weiterhin ihre Meinung oder eben auch Unfug sagen können.» 

Mit dem Facebook-Post landete Gewerkschafter Kirsch einen viralen Hit: Sein Post wurde rund 40'000 mal gelikt und über 15'000 mal geteilt. (pma)

Publiziert am 03.01.2017 | Aktualisiert am 05.01.2017
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26 Kommentare
  • Adrian  Züger 03.01.2017
    Wo war Frau Simone Peter 2015 als die Frauen in Köln sexuell angegangen wurden?
    Genau,nirgendwo und auch keine Kritik von ihr gegenüber den Tätern war zuhören!
    Das sagt wohl alles!!
  • Marco  Kälin aus Dietikon
    03.01.2017
    Anstatt das sie dankbar sind, dass bei diesem Silvester nichts Schlimmes passiert ist, tausende Frauen und Männer dafür Dienst geleistet und für Sicherheit und Ordnung geschaut haben, nein man muss auf einem Wort herum nörgeln und die Einsätze noch kritisieren! Diese Fröschlistreichler gehen mir wirklich langsam auf den Wecker. Ich frage mich warum sie nicht auf die Barrikaden gehen wenn man "Ami" zu den Amerikanern sagt, "Russki" zu den Russen oder wenn wir als "Kiuhschweizer" betitelt werden?
  • Werner  Bieinisowitsch aus Sant Jordi
    03.01.2017
    Bravo Herr Kirsch, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen, und dieser "grosskotzigen" Frau Peter eins auf ihre freche F..... gegeben. Die soll sich mal aus ihrem "gut abgesicherten" Büro wagen, und nicht als "Sesselfurzerin" die Leute kritisieren, welche für die Bürger ihren Kopf hinhalten.
  • Daniel  Grünenfelder 03.01.2017
    Bravo Herr Kirsch. Wenn es Leute wie die Frau Peter nebst all den anderen alles schönfärbenden und realitätsfremden linken Gutmenschen nach diesen klaren Worten eines Direktbetroffenen jetzt nicht endlich kapieren, wie die Realität wirklich ist, ist denen schlicht nicht mehr zu helfen. Wobei man sich die Frage stellen muss, ob denen wirklich noch zu helfen ist, diese Personen leben in ihrer eigenen problemlosen Welt. Bis sie dann plötzlich mal selber von der Realität eingeholt werden. Und dann?
  • Pedro  Steinmann 03.01.2017
    Nach einer solchen Aussage seitens Frau Peter gibt es eigentlich nur eins. Sofortiger Rücktritt oder ungeschützt in ein Gruppe Nafris gestellt.