Nach Lawinen-Drama in französischen Alpen Polizei nimmt Lehrer fest

GRENOBLE - Warum hat der Lehrer seine Schüler im Skigebiet Deux Alpes auf eine abgesperrte Piste geführt? Die Polizei hat den schwer verletzten Mann in Arrest genommen. Bei dem Unglück starben drei Menschen.

Lawine verschüttet Schülergruppe – mehrere Tote

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Amok von München schrieb eigenes Manifest Ali Sonboly (†18) plante Tat...
2 IS bekennt sich zu Anschlag in Ansbach (D) Täter war «Soldat des...
3 Baggerfahrer Salbey (57) beschimpfte Münchner Amok «Ich warf meine...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
23 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

Am Mittwoch um 15.41 Uhr verschüttete eine riesige Lawine auf der schwarzen Bellecombes-Piste eine Schülergruppe aus Lyon. Ein 14-Jähriger kam in den Schneemassen ums Leben, eine 16-jährige Schülerin starb im Spital. Drittes Todesopfer war ein Skifahrer aus der Ukraine, der nicht zu der Schulgruppe gehörte.

Bei dem Unglück in der Wintersportstation Les Deux Alpes südöstlich von Grenoble wurden fünf Schüler bis zum Abend vermisst, konnten aber schliesslich unversehrt geborgen werden.

Jetzt hat die Polizei den schwer verletzten Lehrer unter Arrest gestellt. Sie ermittelte wegen fahrlässiger Tötung gegen den Mann. Das sei nötig, damit der Mann formell verhört werden könne, sagte Staatsanwalt Jean-Yves Coquillat. Es gehe darum, seinen psychischen Zustand abzuklären zum Zeitpunkt des verhängnisvollen Entscheides und seine Fähigkeiten, eine Schülergruppe zu führen.

Die Piste war schon seit Beginn der Skisaison mit einem Warnschild und einem Seil abgesperrt, allerdings weil es bisher zu wenig Schnee hatte. Am gestrigen Nachmittag hatten zahlreiche Skifahrer die Piste im Neuschnee befahren. Grundsätzlich sei das Fahren neben der Piste auch nicht verboten, sagte Coquillat. (bih)

Publiziert am 14.01.2016 | Aktualisiert am 14.01.2016
teilen
teilen
23 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

3 Kommentare
  • Robby  Robster 14.01.2016
    Der Staatsanwalt sagt es sei nicht verboten neben der Piste zu fahren, jedoch Herr Oliver "allwissend" Hardy sagt das Gegenteil! Wem wollen wir jetzt glauben? Und er findet noch Leute die seinen Kommentar positiv bewerten! Natürlich ist dies tragisch, dass Kinder unter Aufsicht einer Lehrperson ums Leben gekommen sind und ich spreche mein herzlichstes Beileid an die Hinterbliebenen aus, aber noch lange keine Grundlage den Mann zu verurteilen wenn man die Ausgangslage nicht kennt!
  • Oliver  Hardy 14.01.2016
    Da war grobe Fahrlässigkeit im Spiel.Trotz Verbot lies der Lehrer zu, dass die Schüler die abgesperrte Piste befahren durften.Es wurden Menschenleben riskiert.Sie forderten ihr Schicksal heraus.Leittragende sind dann wieder die Angehörigen die um ihre Kinder trauern müssen.
    • Andy  Leonhart aus Basel
      15.01.2016
      noch nie Jung gewesen und Lehrers anweisungen für Lachhaft entfunden, wie auch Verbots schilder... Klar eine Tragödie und sollte nicht passieren... aber bei 25+ Schühlern kann man sein obhut nicht ünerall haben.... Mein beileid an die Beteoffenen....