Nach Kölner Grapsch-Attacken: Bodyguard-Dienst für den Heimweg

WIEN - Die Silvester-Attacken von Köln haben ihre Spuren hinterlassen. In Wien sollen Frauen ab Ende Monat einen Bodyguard für den Weg nach Hause beanspruchen können.

«Weisser Flügel» Wien stellt Bodyguards für Frauen
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Seit der Silvesternacht von Köln, wo zahlreiche Frauen Grapsch-Attaken zum Opfer fielen, ist das subjektiv empfundene Sicherheitsgefühl vieler Frauen in Schieflage geraten.

Wie die Wiener Zeitung «Kurier» berichtet, will die Non-Profit-Organisation «Weisser Flügel» dem Abhilfe schaffen. «Unser Verein möchte, dass sich besonders Frauen wieder sicher fühlen», erklärt Vereinsobmann Mario Schmidt im »Kurier».

Ab dem 28. Januar sollen ausgebildete Begleitpersonen zur Verfügung stehen, die Menschen auf Abruf nach Hause begleiten sollen. Etwa nach Diskotheken-, Kino- und Bankbesuchen oder Einkäufen mit teurer Ware eskortieren ausgebildete Begleiter ihre Kunden auf dem Heimweg.

Laut Bericht stehen derzeit 20 solche Beschützer in Ausbildung. Ziel sei es, die Zahl auf bis zu 1000 Begleiter zu erhöhen. Nicht jeder kann dieser Arbeit nachgehen. «Wir prüfen unsere Mitglieder genau», sagt Schmidt. Die Vorlage eines Leumundszeugnisses sei deshalb Pflicht.

Schutz ist kostenlos

Das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen, vom Teenager bis zur Seniorin, die etwa Geld auf der Bank abgehoben hat. Und dieser Schutzdienst ist, so Schmidt, gratis: «Wir werden uns über Sponsoren und Versicherungen finanzieren.» Gespräche mit Versicherungen seien derzeit am Laufen. Denn auch Vertreter von Branchen, die in der Nacht ihre Einnahmen zu Nacht-Tresoren bringen müssen, würden begleitet.

Als militante Bürgerwehr nach US-Vorbild sieht Organisator Schmidt den «Weissen Flügel» nicht: «Wir wollen nicht, dass die Leute Angst haben, wir wollen ihnen die Angst nehmen.»

Die Idee der Organisation finde breite Zustimmung, wie Schmidt weiter sagt. Auch in Deutschland und in der Schweiz hätten sich Interessenten an ihrem Konzept gemeldet. (nbb)

Publiziert am 14.01.2016 | Aktualisiert am 14.01.2016
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3 Kommentare
  • Christian  Laveri aus Freiburg
    15.01.2016
    Solche oder ähnliche "Schutzeinrichtungen" und vieles andere der Neuzeit, hat man in Europa vor 100 oder mehr Jahren das letzte mal gesehen. Wie schwadronieren doch unsere Politiker dauernd? Auf, in die Zukunft mit Europa!
  • Gina  Meier 14.01.2016
    Die Freiheiten schwinden Stück für Stück. Es ist nun die Zeit für Wahrheit, für Klarheit, die Politiker sollen Farbe bekennen und sich daran erinnern dass sie sich bitte AUCH um ihr Volk kümmern sollen und dazu gehört bestehende Gesetzte anwenden und ausführen. Es kann doch nicht sein dass die "Integration" zulasten von Frauen, Kindern, Demokratie und westlichen Werten geht.
  • Karl  Müller , via Facebook 14.01.2016
    Wieso nur Frauen? Wo doch Männer im öffentlichen Raum öfters Opfer von Gewalt werden? Das ist sexistisch!