Nach der Mega-Explosion in Ludwigshafen Ein Matrose noch immer vermisst

LUDWIGSHAFEN (D) - Bei der Detonation einer Rohrleitung auf dem Werksgelände von BASF im deutschen Ludwigshafen kamen gestern zwei Feuerwehr-Mitarbeiter ums Leben. Taucher stehen bereit, um einen Vermissten zu bergen.

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Nach der schweren Explosion auf einem Werksgelände des Chemieriesen BASF in Ludwigshafen wird noch immer eine Person vermisst. Bei dem Vermissten handle es sich um einen Matrosen, bestätigten die Behörden heute an einer Pressekonferenz. Man gehe davon aus, dass er sich im Hafenbecken befinde, sagte Feuerwehrchef Peter Friedrich. Rettungstaucher stünden bereit. Weil die Situation derzeit noch als zu gefährlich eingestuft wird, können sie noch nicht nach dem Vermissten suchen. 

Zwei Mitarbeiter der Werksfeuerwehr kamen beim Unglück ums Leben, 8 Personen wurden schwer verletzt. «Es steht zum Teil nicht sehr gut um die Menschen», sagte Dieter Feid, Fachleiter Sicherheit der Stadt. 17 Personen erlitten leichte Verletzungen.

Geschlossene Fenster und Türen empfohlen

Gestern Nachmittag war es bei Arbeiten an einer Rohrleitungstrasse zur Detonation gekommen. Pipelines mit den brennbaren und explosiven Gasen Ethylen und Propylen fingen Feuer, mehrere Folgebrände – darunter an Fahrzeugen – bildeten sich. Bislang ist unklar, was das Unglück ausgelöst hat. 

BASF Explosion in Ludwigshafen: Ein Matrose wird noch immer vermisst play
Die Explosion war äusserst heftig. EPA

Während der Brand gestern Abend schliesslich gelöscht werden konnte, waren die Einsatzkräfte bis heute Morgen mit Kühl- und Sicherheitsmassnahmen beschäftigt. Noch immer treten laut Unternehmen kleine Mengen an Gas aus. 

Kontinuierliche Messungen hätten allerdings keine Hinweise auf erhöhte Werte für gefährliche Stoffe ergeben, betonte BASF. Das Löschwasser werde in einer werkseigenen Kläranlage gesammelt. Sperren verhinderten, dass es in den Rhein fliesse. «Die Messwerte sind unauffällig», so das Unternehmen.

Trotzdem hat die Stadt die Bevölkerung insbesondere im Norden der Stadt dazu aufgerufen, Fenster und Türen zu schliessen und sich wenn möglich nicht im Freien aufzuhalten. Diese Sicherheitsmassnahme werde vorerst aufrecht erhalten, teilte die Stadt heute mit. (SDA/lha)

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 19.10.2016
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