Zum Tod von Fidel Castro Das sagen Trump, Putin und Funiciello

HAVANNA (KUBA)/MIAMI (USA) - Das kubanische Volk trauert und zahlreiche internationale Politiker würdigen Fidel Castro als grossen Staatsmann – die Exil-Kubaner in den USA hingegen freuen sich über seinen Tod.

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In Kuba ist nach dem Tod des Revolutionsführers Fidel Castro (†90) eine neuntägige Staatstrauer ausgerufen worden. Alle öffentlichen Veranstaltungen wurden bis zum 4. Dezember abgesagt. An diesem Tag ist Castros Beerdigung geplant. 

Während der Trauerperiode sollen die Fahnen auf halbmast gesetzt werden und Radio und Fernsehen auf eine «informative, patriotische und historische» Programmgestaltung achten, wie die Zeitung «Juventud Rebelde» online berichtete.

Trump: «Er ist tot!»

Kurz nach 14 Uhr Schweizer Zeit äusserte sich auch der designierte US-Präsident Donald Trump erstmals zum Ableben des «Máximo Líder». Auf Twitter er schrieb er: «Fidel Catsro ist tot!». Einen weiteren Kommentar gab er bislang nicht ab.

 

Putin: «Symbol einer Epoche»

Der russische Präsident Wladimir Putin würdigte den verstorbenen kubanischen Revolutionsführer als «Symbol einer Epoche«.

»Fidel Castro war ein aufrichtiger und verlässlicher Freund Russlands«, hiess es im Schreiben Putins. Der Name dieses «herausragenden Staatsmanns» werde «zu Recht als Symbol einer Ära in der modernen Weltgeschichte» angesehen.

Funiciello: «Also ja, hasta la victoria siempre»

Auch Juso-Präsidentin Tamara Funiciello äusserte sich zum Tod Castros:

Postby
 

Gorbatschow: «Grosser Politiker»

Der letzte Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, erklärte laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax, Castro habe der «härtesten Blockade» der USA widerstanden und sein Land «gestärkt».

Ungeachtet des auf ihn ausgeübten «enormen Drucks» habe er Kuba auf den «Weg der unabhängigen Entwicklung» geführt. Er werde stets als «grosser Politiker» in Erinnerung bleiben, der «in der Geschichte der Menschheit eine tiefe Spur» hinterlassen habe.

Maduro: «Erbe fortsetzen»

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro rief dazu auf, Castros «Erbe fortzusetzen«.

»Alle Revolutionäre» müssten die von ihm hinterlassene «Fackel der Unabhängigkeit und des Sozialismus» weitertragen, schrieb Maduro.

Hollande: «Eine Persönlichkeit»

Der französische Staatspräsident François Hollande würdigte den am späten Freitagabend Ortszeit verstorbenen kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro als «eine Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts«.

Er habe die kubanische Revolution mit ihren Hoffnungen und Enttäuschungen verkörpert, erklärte Hollande am Samstag in Paris. Castro gehöre als Akteur des Kalten Krieges zu einer Epoche, die mit dem Zusammenbruch der damaligen Sowjetunion geendet habe.

Frankreich habe die Verletzung von Menschenrechten angeprangert, sich aber immer gegen das US-Embargo gegen Kuba ausgesprochen. Deswegen habe Paris den neuen Dialog zwischen den beiden Ländern begrüsst.

Exil-Kubaner: «Tod einer Ideologie»

Der Tod Fidel Castros löste unterschiedliche Reaktionen aus. In Miami im US-Bundesstaat Florida feierten Hunderte Exil-Kubaner in der Nacht zum Samstag im Stadtteil Little Havanna den Tod von Fidel Castro.

Kubanische Fahnen schwenkend zogen sie hupend in Autos sowie zu Fuss mit Kleinkindern auf dem Arm eine Strasse entlang, an der sich zahlreiche kubanische Lokale befinden. «Ich wünschte, mein Vater wäre noch hier, um dies zu erleben», sagte weinend ein 27-Jähriger der Zeitung «Miami Herald».

«Fidel, Tyrann, nimm deinen Bruder mit!«, skandierten die Demonstranten vor der Cafeteria Versailles, einem traditionellen Treffpunkt von Exil-Kubanern in Miami. Der in Kuba geborene Stadtpräsident von Miami, Tomás Regalado, erklärte vor dem Restaurant, er habe einen verstärkten Polizeieinsatz angeordnet, um einen friedlichen Verlauf der Kundgebungen sicherzustellen.

»Wir feiern nicht den Tod eines Mannes, sondern den Tod einer Ideologie", sagte der 40-jährige Carlos López, der seine 12-jährige Tochter mitgenommen hatte, damit sie später ihren Enkelkindern von dem historischen Ereignis erzählen könne. Im US-Bundesstaat Florida leben rund 1,4 Millionen Kubaner. (bau/SDA) 

Publiziert am 26.11.2016 | Aktualisiert am 30.11.2016
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4 Kommentare
  • Jorge  Suizo aus San Cristobal
    28.11.2016
    Sicher freuen sich die Exilkubaner. Die warten schon lange darauf über ihr Land herzufallen, es in Besitz zu nehmen und es unter sich aufzuteilen um es dann auszubeuten.
  • andré  gubelmann aus belmonte
    26.11.2016
    Die kubanischen Ärzte die in Brasilien arbeiten, müssen dem kubanischem Staat 70 Prozent von Ihrem Lohn in Brasilien dem kubanischem Staat abgeben.Sie verdienen 10 000 Reais und 7000 werden abgezogen.Gehört auch zur Kategorie Ausbeutung.
    • Daniel  Schlatter , via Facebook 26.11.2016
      Die Frage stellt sich, warum kubanische Ärzte überhaupt in Brasilien und anderen, v.a. ärmeren Ländern arbeiten. Vielleicht, weil sonst die Ärmsten der Armen gar keine medizinische Versirgung hätten?
    • Urs  Hagen 26.11.2016
      70 Prozent geht ja noch,in der Schweiz sind es beim Mittelstand wenn man alles zusammen zählt inkl. der versteuerten Eigenmiete auch nicht wenig.