Nach Brand in türkischem Internat Sechs Verdächtige angeklagt

ANKARA - Wenige Tage nach dem verheerenden Brand in einem türkischen Mädcheninternat ist gegen sechs mutmassliche Mitverantwortliche Klage erhoben worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu gestern.

Nach Brand in türkischem Mädchenwohnheim: 6 Verdächtige angeklagt play
Verheerender Brand in Adana: Nach den tödlichen Flammen sind sechs Festgenommene in der Türkei angeklagt worden. KEYSTONE/AP

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Genf, Sydney, Washington Frauen marschieren gegen Trump
2 Sie spielten Billard, als die Schneewalze kam Hotel-Kinder überlebten...
3 Trump erträgt die Wahrheit nicht «Noch nie wohnten so viele Menschen...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
Fehler
Melden

Unter den Angeklagten sind der Aufseher des Schlafraums in dem Internat im südtürkischen Bezirk Adana, der Vorsitzende und zwei weitere Mitglieder eines für das Internat tätigen Vereins. Der Schlafsaal soll unter der Aufsicht einer sunnitischen Sekte namens Suleymanci gestanden haben.

Insgesamt 14 Menschen wurden laut Anadolu festgenommen. Sechs von ihnen kamen aber wieder frei, wurden allerdings unter Aufsicht der Justiz gestellt.

Bei dem Brand waren in der Nacht zum Mittwoch elf Mädchen und ein Lehrer ums Leben gekommen (BLICK berichtete). Nach ersten Ermittlungen wurde der Brand durch einen Defekt in der Elektrik verursacht. Es gab 24 Verletzte, darunter acht Erwachsene.

Die Flammen breiteten sich derart rasch in dem dreistöckigen, holzverkleideten Gebäude aus, dass sich mehrere Schülerinnen nur noch durch einen Sprung aus den Fenstern retten konnten. Der Brand konnte erst nach drei Stunden unter Kontrolle gebracht werden.

Nach dem Brand hatte die prokurdische Demokratische Partei der Völker (HDP) der türkischen Regierung vorgeworfen, Schlafgelegenheiten für Schüler nicht angemessen zu finanzieren. Daher seien Kinder aus armen Familien gezwungen, in Unterkünften zu schlafen, die von religiösen Gemeinschaften betrieben werden. (SDA/stj)

Publiziert am 05.12.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
teilen
teilen
2 shares
Fehler
Melden