Nach Anschlag in Istanbul Polizei nimmt Frau des Terror-Schützen fest

ISTANBUL - Der mutmassliche Attentäter von Istanbul ist offenbar mit Frau und Kindern in die Türkei eingereist. Er soll von der Terrormiliz IS in Syrien ausgebildet worden sein.

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Der Terror-Schütze von Istanbul ist offenbar inzwischen identifiziert. Bei dem mutmasslichen Täter, von dem bisher nur Fotos veröffentlicht wurden, soll es sich um einen Mann Mitte zwanzig handeln, der bereits für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien gekämpft haben soll. Das berichten türkische Medien. 

Der Mann stamme aus Kirgistan und sei am 20. November mit dem Flugzeug in Istanbul gelandet, schreibt «Habertürk». Danach soll er nach Ankara und später weiter nach Konya in Zentralanatolien gefahren sein – mit dabei seine Frau und zwei Kinder, um «keine Aufmerksamkeit zu erregen», wie die Zeitung schreibt. In Konya habe der mutmassliche Schütze eine Wohnung gemietet. Dem Vermieter, dem er drei Monatsmieten im Voraus zahlte, habe er angeblich gesagt, er sei auf Arbeitssuche.

Attentat von Istanbul: Silvester-Terrorschütze ist identifiziert play
Wenige Tage vor dem Anschlag filmte sich der mutmassliche Attentäter auf dem Taksim-Platz in Istanbul. Polizei

Am 29. Dezember – zwei Tage vor der Todesnacht – soll der Gesuchte schliesslich zurück nach Istanbul gereist sein, um den Terroranschlag vorzubereiten. 

Laut der Zeitung «Hürriyet», die sich auf Geheimdienstquellen beruft, gehört der Täter möglicherweise der gleichen IS-Zelle an, die auch hinter dem Anschlag auf den Istanbuler Flughafen Atatürk vergangenen Juni steckt. 45 Personen kamen dabei ums Leben.

Ehefrau festgenommen 

Der Anschlag auf den Nobelnachtclub Reina kostete 39 Menschen das Leben. Zwei Tage danach hat die Polizei insgesamt 14 Personen festgenommen. Darunter befindet sich auch die Frau des mutmasslichen Attentäters.

Sie habe von den tödlichen Plänen ihres Mannes nichts gewusst, beteuerte sie Medienberichten zufolge in der Vernehmung. «Ich habe von dem Anschlag erst im Fernsehen erfahren», soll sie gesagt haben. «Ich wusste nicht einmal,  dass er ein IS-Sympathisant ist, geschweige denn ein Terrorist.» (lha/SDA)

Publiziert am 03.01.2017 | Aktualisiert am 04.01.2017
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4 Kommentare
  • Boris  Kerzenmacher 03.01.2017
    Die Türkei ist seit dem Putschversuch und der darauffolgenden Säuberungswelle zu sehr mit sich selbst beschäftigt, sodass solche Anschläge schwer verhindert werden können. Die Ausbildung der Polizisten etc. ist als mangelhaft zu bezeichnen und der Geheimdienst übt ebenfalls nicht die Rolle aus, die er eigentlich tun sollte. Generalisierend kann man wohl sagen, dass der Türkei schwere Zeiten bevorstehen. Dieser Terroranschlag ist nur einer von vielen bevorstehenden Angriffen.
  • Thomas  Zürcher 03.01.2017
    Wie gehabt ein unscheinbarer Familienvater wurde durch den IS einer Gehirnwäsche unterzogen und wurde anschliessend zum Monster der 39 Menschen auf dem Gewissen hat.Frau wusste anscheinend nicht wo er sich rumtreibt und was er in dieser Zeit machte.Wir müssen davon ausgehen das der IS noch einige solcher Kampferprobter "heldenhaften Soldaten des Kalifates"auf uns los lassen werden um Unschuldige zu töten.
  • Michael   Frey 03.01.2017
    Unsere Politik arbeitet daran, alles zu verbieten, was ihr schaden könnte. Warum verbietet man nicht diese sozialen Medien, über die sich die Terroristen verabreden können und ihre Gewaltbotschaften in aller Welt verbreiten können. Das wäre doch der erste Schritt

    • Devlet  Vatan aus ort
      03.01.2017
      Ja genau das sagt Erdogan auch und verbietet es auch, aber dann wird das Ganze auf die andere Seite gezogen und der ganzen Welt so präsentiert wie wenn er die Pressefreiheit beeinflusst und die Medien die Macht wegnimmt. Seit Erdogan regiert, hat die Türkei mehr Freiheit als je zuvor. Aber die westlichen Medien berichten natürlich das Gegenteil um Ihn und der Türkei zu schaden. Das ist Fakt. Alle kennen Erdogan durch die Medien, darum eben schlecht. Die Fortschritte sieht sein Volk das genügt