Tod im Paradies Mysteriöses Touristen-Sterben auf Ko Phi Phi

BANGKOK - Der grausame Tod zweier Kanadierinnen auf der beliebten thailändischen Urlaubsinsel gibt Rätsel auf. Und sie sind nicht die ersten Opfer.

  • Publiziert: 18.06.2012
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(mcot.net)

Es muss ein schreckliches Bild gewesen sein. Am Freitag findet eine Hotel-Mitarbeiterin auf der thailändischen Ferieninsel Ko Phi Phi zwei Frauen tot in ihrem Zimmer. «Da war viel Erbrochenes, und beide Körper wiesen ähnliche Anzeichen auf», sagte Polizeileutnant Rat Somboon der Zeitung «Phuket Gazette».

Demnach hatten sie Hautläsionen, ihr Zahnfleisch habe geblutet, und ihre Finger und Fussnägel seien blau gewesen. Es seien Hinweise auf eine toxische Reaktion, sagen die Ermittler.

Vergiftet?

Wurden die beiden beiden 20 und 26 Jahre alten Schwestern aus Kanada vergiftet? Die Todesumstände der Frauen sollten so schnell wie möglich geklärt werden, sagte der Polizeichef der Provinz Krabi, Jamroon Reunrom.

Der Polizei zufolge gab es keinen Hinweis auf einen Kampf im Hotelzimmer. Sie sprach zunächst von einer möglichen schweren Lebensmittelvergiftung, die Behörden warnten aber vor voreiligen Schlüssen. Alle Beweismittel seien nach Bangkok geschickt worden, wo sie von Gerichtsmedizinern untersucht würden.

Serie von mysteriösen Todesfällen auf Ko Phi Phi

Wie die thailändische Zeitung berichtet, starben bereits im Jahr 2009 drei Touristen aus den USA und Norwegen auf der Insel. Auch hier stand eine Vergiftung im Vordergrund der Ermittlungen.

Die Spekulationen reichten von vergifteter Nahrung über Gas bis hin zu tödlichen Insektiziden, wie «Dagbladet.no» berichtet. Bei der 22-jährige Julie Michelle Bergheim aus Norwegen sagten die Ermittler zuletzt, sie sei an einer Mischung von Alkohol und Epilepsie-Medikamenten gestorben. Doch wie die Mutter Ina Thoresen erklärte, litt sie nie an Epilepsie und auch Spuren von Alkohol seien bei der Autopsie keine gefunden worden.

Nach dem Tod der Kanadierinnen meldet sie sich zu Wort. «Wie viele Menschen müssen noch auf Ko Phi Phi sterben», fragt sie und sagt, der Verlust von Julie sei furchtbar für die Familie gewesen, doch in diesem Fall hätten die Eltern sogar zwei Mädchen verloren.

«Der Verantwortliche muss gefunden werden»

In einem offenen Brief an den Aussenminister Jonas Gahr Støre bittet Thoresen ihn, sich mit dem kanadischen Aussenminister in Verbindung zu setzen. Sie sollten gemeinsam nach Antworten auf die ungelösten Todesfälle suchen. Viele Kanadier und Skandinavier würden nach Thailand reisen. Demnach sei es im Interesse vieler Menschen, die Fragen zu beantworten. 

Thoresen sagt weiter: «Das norwegische Strafgesetzbuch erlaubt der Polizei unter dem Verdacht einer Vergiftung in anderen Ländern Untersuchungen durchzuführen. Der oder die Verantwortliche für Julies Tod muss gefunden und vor Gericht gebracht werden.»

Auch der Tod von sechs anderen Touristen im nördlichen Chiang Mai - vier von ihnen wohnten im selben Hotel - wurde nicht aufgeklärt. Den Behörden zufolge sei die wahrscheinlichste Ursache eine Vergiftung mit Pestiziden oder anderen Chemikalien.

Die Insel Ko Phi Phi ist für Touristen aller Welt ein beliebter Ort. Der Film «The Beach» mit Leonardo DiCaprio wurde am Maya Bay-Strand auf der Insel gedreht. (gtq)

Beliebteste Kommentare

  • Küsä  Born , Bern
    Ko Phi Phi? Da wird nur noch gesoffen, gefeiert und alles eingeworfen was einfahren könnte. Das ist kein Paradies mehr, eher sowas wie ein Platzspitz von Thailand. Nicht mal die Thais lächeln mehr dort, ein Ballermann, wo die meisten "Touristen" bei Morgendämmerung schlafen gehen und bei Abenddämmerung auferstehen. Oder gar nicht mehr.
    • 18.06.2012
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Alle Kommentare (10)

  • Pascal  Blau , Bern
    Ich tippe auf Methanol Vergiftung, durch einen sogenannten "Bucket". Die Bars unterbieten sich gegenseitig mit den Preisen, und vermutlich hat einer falsch abgemischt und zu hoch dosiert. Es ist zu dem erschreckend dass seitens Behörden zu wenig getan wird, die wahren Ursachen Und manchmal Verursacher zu erforschen. Man will das Image als Touristendestination nicht verlieren, und versucht deshalb viel runterzuspielen hier in Thailand. Ich habe definitiv PhiPhi von meiner Liste gestrichen, und rate allen das Selbe zu tun.
    • 19.06.2012
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  • Küsä  Born , Bern
    Ko Phi Phi? Da wird nur noch gesoffen, gefeiert und alles eingeworfen was einfahren könnte. Das ist kein Paradies mehr, eher sowas wie ein Platzspitz von Thailand. Nicht mal die Thais lächeln mehr dort, ein Ballermann, wo die meisten "Touristen" bei Morgendämmerung schlafen gehen und bei Abenddämmerung auferstehen. Oder gar nicht mehr.
    • 18.06.2012
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    • Daniel  Müller , Zürich
      Da muss ich dir absolut recht geben. Kein nomaler Mensch, der nicht säuft oder Drogen konsumiert, sollte heutzutags Ko Phi Phi besuchen. Unglauchblich wie tief diese Insel in den letzten 10 Jahren gesunken ist. Der Massentourismus hat alles kaputt gemacht. Wie herrlich war das auf dieser Insel vor 20 Jahren! Damals konnte man noch von einem Paradies sprechen, heute ist nur noch der Abschaum dort!
      • 19.06.2012
      • als Kommentar auf Küsä  Born , Bern
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  • Giak  Nar , BKK
    Kann mir echt nicht vorstellen das es mit Lebensmittel zusammenhängt
    Blutiges Zahnfleisch weist wie auch die verfärbten Nagel
    Auf eine klassische Intoxikation zu
    Und in der Tat werden die thaipullen Pilze etc noch dermaßen gestreckt das es echt nur eines bedeutet
    Finger weg von dem Zeug
    Ich hoffe die Behörden bemühen auch das aufzuklären
    Wenn kein dope war
    Wird aber das ganze echt strange
    • 18.06.2012
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  • Rolf  Brunner , Khao Thalu , via Facebook
    ich bin ziemlich sicher, dass wir nie mehr etwas über die Untersuchungen oder Resultate vernehmen werden....
    • 18.06.2012
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  • Reto  Wenger , via Facebook
    Ich tippe auf verunreinigte Drogen. Ich kenne Thailand sehr gut und weiss, was sich Touristen dort für Spottpreise einwerfen. Dies wird natürlich von der einheimischen Drogenmafia ausgenützt, leider!
    • 18.06.2012
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    • Thomas  Paine
      Ja, vorallem da es nur junge Leute sind, die daran gestorben sind.
      • 18.06.2012
      • als Kommentar auf Reto  Wenger
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    • Somboon  Saleoff , belpmoos
      Passiert leider nicht nur auf Koh Pipi, starke Pestizide welche zur Insekten und Reptilien Bekämpfung in Herbergen eingesetzt werden haben schon in verschiedenen Orten Thailands zu schweren Vergiftungen von Menschen geführt. Nicht zuletzt weil Gäste in Folge Unwissenheit sich vor allem was kriecht und krabbelt fürchten.
      Es immer noch besser ein Gecko an der Decke als ein vergiftetes Zimmer.
      • 18.06.2012
      • als Kommentar auf Reto  Wenger
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