
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Mussawi wirft Präsident Mahmud Ahmadinedschad und dem Innenministerium vor, die Wahlen manipuliert zu haben. Das Innenministerium hatte Ahmadinedschad am Vortag mit über 62 Prozent der Stimmen zum Sieger erklärt.
Der unterlegenen Präsidentschaftsbewerber rief seine Anhänger auf, ihre «friedliche Opposition» gegen die Wiederwahl Ahmadinedschads fortzusetzen. Dies solle «landesweit» und «auf legale Weise» geschehen, so Mussawi auf seiner Internetseite.
Regierung weist Vorwürfe zurück
Ahmadinedschad verteidigte am Sonntag bei einer Siegesfeier vor Zehntausenden Anhängern die Wahl als fair und gerecht. Er wies erneut Vorwürfe einer Manipulation zurück.
Die Polizei ging gleichzeitig den zweiten Tag in Folge gewaltsam gegen Mussawi-Anhänger vor, die gegen Unregelmässigkeiten bei dem Urnengang protestierten. Zudem wurde die Arbeit ausländischer Journalisten behindert.
Berichtsverbot für ausländische Medien
Die deutschen Fernsehsender ARD und ZDF protestierten beim Botschafter des Iran in Deutschland gegen massive Einschränkungen bei der Berichterstattung.
ZDF-Korrespondent Halim Hosny und seinen Mitarbeitern sei ein Berichtsverbot erteilt worden. ARD-Korrespondent Peter Mezger dürfe sein Hotel nicht mehr verlassen, heisst es in einem Schreiben der Chefredaktoren der beiden Fernsehstationen. Auch die Arbeit des arabischen Fernsehsender Al-Arabija wurde behindert.
Das iranische Innenministerium wies den Sender an, sein Büro in Teheran eine Woche lang zu schliessen. Zuvor habe es stundenlange Debatten mit dem Ministerium über einen Sendebeitrag gegeben. Das Ministerium habe verlangt, dass er geändert werde, berichtete der Korrespondent von Al-Arabija. (sda/dct)
play
Mir Hossein Mussawi wird von Polizisten von Nedas Grab vertrieben. (Keystone)