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Wegen Mordverdacht angeklagt: Die zweifache Mutter Korena Elaine Roberts (27) soll ihre Freundin umgebracht und ihr ungeborenes Kind gestohlen haben. (AP)
Sie wollte nur Baby-Klamotten kaufen. Die 22-jährige Heather Snively aus Portland (Oregon) ist im achten Monat schwanger. Sie ist jung und sucht nach billigen Baby-Sachen im Internet. Auf der online Seite »Craigslist» lernt sie die zweifache Mutter Korena Elaine Roberts kennen und freundet sich mit ihr an.
Wieder ein Craigslist-Mord?
Die online Seite «Craigslist» machte in den letzten Monaten negative Schlagzeilen. Der so genannte «Craigslist-Killer» suchte sich seine Opfer auf dem Online Portal aus und brachte sie dann auf brutalste Weise um. Und ein Mann aus den USA bestellte über «Craigslist» einen Vergewaltiger für seine Ehefrau – er schaute dabei zu (Blick.ch berichtete).
«Sie war zu gutgläubig»
Die werdende Mutter besucht Korena Elaine Roberts, um sich Baby-Sachen für ihren Sohn anzuschauen – und kehrt nie mehr nach Hause zurück. «Sie war so gutgläubig, deswegen konnte so was überhaupt passieren», so ihr Vater Kevin Snively gegenüber «Katu.com».
Der brutale Baby-Klau fliegt auf, als Roberts bei der Polizei anruft – ihr frisch geborenes Kind würde nicht atmen. Der Notarzt bringt Roberts und ihr angebliches Baby sofort ins Krankenhaus. Dort stellen die Ärzte fest: Die Frau hat gar nicht erst entbunden. Die Hilfe für den Säugling kommt zu spät – er stirbt.
Was genau passiert ist, ist unklar
Sofort alarmieren die Ärzte die Polizei. Bei der Durchsuchung von Korena Elaine Roberts Wohnung machen die Beamten dann den grausamen Fund. In einer Zwischendecke in Roberts Küche finden sie Heather Snively – tot. Ob Roberts der schwangeren Frau ihr Kind aus dem Leib geschnitten hat, oder es auf natürlichem Weg zur Welt kam, ist noch nicht geklärt. Die Mörderin und Baby-Diebin schweigt sich bis jetzt zum Tathergang aus. Die Autopsie-Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.
Roberts hat selbst zwei Kinder, beide unter zehn Jahren. Zur Tatzeit waren sie bei Verwandten untergebracht. Das Motiv für diese abscheuliche Tat ist bis jetzt nicht bekannt.
Die Eltern von Heather Snively sowie der Vater des Kindes stehen unter Schock. «Ich wünschte nur, ich hätte meine Tochter und meinen Enkelsohn wieder», so der Vater der Ermordeten verzweifelt. Der Kleine sollte John Steven heissen. (s5j)