Mörderisches Mexiko

  • Aktualisiert am 03.01.2012

MEXIKO-STADT – Mord und Totschlag im Land des Tequila: Eine Schiesserei unter Viehzüchtern und einer als Polizisten verkleideten Bande sorgten für ein blutiges Wochenende und 16 Tote.

Bei zwei Anschlägen auf den Chef der Viehzüchterunion des mexikanischen Bundesstaates Guerrero, Rogaciano Alba Álvarez, sind am Wochenende nach Behördenangaben 16 Menschen ums Leben gekommen.

Beim ersten Angriff in der Stadt Iguala, wo sich die Viehzüchter zu einer Konferenz versammelt hatten, wurden am Samstag sieben Männer erschossen. Am Sonntag griffen 50 Schwerbewaffnete in Polizeiuniformen in der Stadt Petatlán das Haus von Alba Álvarez an. Dabei kamen neun Personen ums Leben.

Unter den Toten befinden sich laut Mitteilung der Behörden auch zwei Söhne von Alba Álvarez, der früher auch Bürgermeister von Petatlán gewesen war. Zahlreiche Menschen seien zudem verletzt worden, hiess es.

In Petatlán und Iguala wurden Einheiten der Bundespolizei zusammengezogen, um die Sicherheit wiederherzustellen. Über die Hintergründe der Angriffe machten die ermittelnden Behörden keine Angaben.

Auch in anderen Teilen Mexikos ist es in den vergangenen Tagen zu Schiessereien zwischen kriminellen Banden gekommen, bei denen zahlreiche Menschen starben. Die Zahl der seit Beginn des Jahres getöteten Menschen in Mexiko stieg am Wochenende über 1000. (SDA/gux)

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