Mitt Romney attackiert Donald Trump: «Er ist ein Schwindler und Betrüger»

WAHSINGTON (USA) - Mit harten Worten hat der republikanische Ex-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney seinen Parteikollegen Donald Trump angegriffen und ihm charakterliche Schwächen vorgeworfen.

Former Republican U.S. presidential nominee Romney pauses and smiles as he delivers a speech criticizing current Republican presidential candidate Donald Trump in Salt Lake City play
Mitt Romney wirft Donald Trump charakterliche Schwächen vor. Reuters

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Der Republikaner Mitt Romney hat seine Partei mit scharfen Worten vor einer Kandidatur des populistischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump gewarnt. «Wenn wir Republikaner Donald Trump als unseren Kandidaten wählen, sind die Aussichten für eine sichere und blühende Zukunft stark vermindert», sagte Romney am Donnerstag in einer Rede in Salt Lake City.

Trumps wirtschaftspolitische Ideen würden das Land in eine «lange Rezession» stürzen, sagte Romney, der 2012 als Kandidat der Republikaner erfolglos gegen Präsident Barack Obama angetreten war. Seine Aussenpolitik würde «Amerika und die Welt unsicherer» machen. Der Milliardär habe «weder das Temperament noch das Urteilsvermögen» für das Präsidentenamt, sagte Romney.

Charakterliche Schwächen

Der einflussreiche Republikaner warf Trump charakterliche Schwächen vor und mokierte sich über gescheiterte unternehmerische Projekte des Geschäftsmanns: «Ein Business-Genie ist er nicht.» Trump sei nichts anderes als ein «Schwindler» und «Betrüger», fuhr Romney fort und beklagte, dass der Milliardär Muslime und mexikanische Einwanderer zu «Sündenböcken» mache.

Ausserdem plädiere Trump für Folter sowie das Töten unschuldiger Kinder und Angehöriger von Terroristen. Zudem wolle er die Pressefreiheit einschränken. «Das ist genau die Art von Wut, die andere Nationen in den Abgrund geführt hat», warnte Romney.

«Gescheiterter Kandidat»

Trump konterte wenige Stunden später in einer Rede vor Anhängern und nannte Romney einen «gescheiterten Kandidaten». Bei der Präsidentschaftswahl 2012 sei der ehemalige Gouverneur von Massachusetts gegen Amtsinhaber Obama «schrecklich gescheitert», sagte er. «Mitt war eine Katastrophe.»

Trump sagte, Romney habe damals um seine Unterstützung «gebettelt». «Ich hätte sagen können: 'Mitt, fall auf die Knie', und er wäre auf die Knie gefallen.» Im vergangenen Jahr habe Romney dann mit dem Gedanken einer erneuten Präsidentschaftsbewerbung gespielt, sagte der Milliardär. Dann habe er aber aus Angst vor ihm gekniffen.

Romneys Rede war einer der bislang sichtbarsten Versuche des republikanischen Establishments, die Nominierung Trumps abzuwenden.

Brandbrief gegen Trump

Derweil sprachen sich 70 US-Aussenpolitiker der Republikaner in einem gemeinsamen Brandbrief gegen eine Kandidatur von Trump aus. «Herr Trumps Äusserungen lassen uns zu dem Schluss gelangen, dass er als Präsident die Autorität seines Amtes nutzen würde, um auf eine Weise zu handeln, die Amerika weniger sichermachen und die unser Ansehen in der Welt vermindern würde», heisst es in dem im Internet veröffentlichten Schreiben.

Der von der Parteiführung lange nicht ernst genommene Milliardär liegt nach Vorwahlen in 15 der 50 Bundesstaaten bei den Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag klar vorne. Am Donnerstagabend treten Trump, Cruz, Rubio und Kasich erneut bei einer Fernsehdebatte gegeneinander an.

Carson aus dem Rennen

Nicht mehr im Rennen ist der frühere Neurochirurg Ben Carson, der sich am Mittwoch nach seinem schlechten Abschneiden am «Super Tuesday» zurückgezogen hatte. Die nächsten Vorwahlen der Republikaner finden am Samstag in Kansas, Kentucky, Louisiana und Maine statt.

Bei den Demokraten steuert die frühere Aussenministerin Hillary Clinton auf die Nominierung zu. Die Vorwahlen beider Parteien ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ihre Kandidaten küren die Delegierten von Republikanern und Demokraten offiziell auf Parteitagen im Juli. Die USA wählen dann am 8. November ein neues Staatsoberhaupt. Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. (bau/SDA)

Publiziert am 03.03.2016 | Aktualisiert am 04.03.2016
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BLICK-Chefautor Peter Hossli zum Super Tuesday «Donald Trump hat gute Chancen, Präsident zu werden»

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6 Kommentare
  • Jean-Piere  Neidhart aus Sattahip/Chonburi
    04.03.2016
    Welcher Politiker luegt denn nicht, das ist doch alles ganz normal. Das Volk will ja belogen werden sonst wuerde keiner mehr waehlen gehen. Manchmal weiss ich wirklich nicht was schlimmer ist; luegende Politiker oder ein ignorantes Volk.
  • Franz  Méllet , via Facebook 04.03.2016
    Unglaublich dass ein prüdes Amerika einen Typen wie Trump überhaupt so weit aufsteigen lässt, zeigt doch dass da etwas im ganzen Polit- System nicht stimmt! Gerade ein Amerika das gerne anderen Ländern Anstand und Moral beibringen möchte, kommt dann mit Leuten wie Trump! Ehrlich mich schauderts, das kann nicht gut gehen! Warm anziehen ist angesagt !
  • Fritz  Wiseli 04.03.2016
    Ja genau davor haben sie Angst...dass nun einer kommt der nicht aus "ihren Reihen" ist und völlig kontrovers! Angst haben sie weil er sich nicht manipulieren oder kaufen lässt wie es die PolitikerInnen tun in Amerika! Angst haben sie weil sie ihre Macht verlieren werden wegen Trump...Ich hoffe er wird Präsident und zeigt denen mal endlich wo es lang geht...der Filz in höchsten Reihen ist unerträglich und die Bevölkerung nur doch Abfall für die Politiker und Reichen!
  • Fritz  Wiseli 04.03.2016
    Bei diesen Anschuldigungen spricht Romney wohl eher über sich selber als über Trump...Wie desperade muss Clinton wohl sein dass sie einen wie ihn holt um Trump anzugreifen! Clinton will wiedermal nur ablenken...Sie ist die wirkliche Gefahr und nicht Trump! Warum wohl wollen die Amerikaner Trump als Präsidenten?? Weil alle anderen das ganze Land in Chaos gestürzt haben...eben Clintons ..Bush...etc.
  • RONALD  SCHMID aus MIAMI
    04.03.2016
    Nicht Romney but "Rmoney der Wirtschaftsdieb", welcher sein ganzes Leben nur Firmen zerbrach, Jobs killte und allen den Cash wie ein Vampir raussaugte und sein Geld im Ausland versteckte um keine Steuren zu zahlen.

    Dieser Clown sollte schweigen, der Dieb and Green und Black Mailer. Wirtschaftsparasit.