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Eine Wahl Barack Obamas zum Präsidenten der USA würde die Zuversicht der ausländischen Gemeinschaft in der Schweiz stärken, erklären Experten. Aber die Situation in den USA dürfe nicht auf die europäische Realität übertragen werden.
«Der Slogan des demokratischen Kandidaten «Yes we can» ist auch ein Signal für alle Immigranten hier in der Schweiz», sagt Quan-Vinh Nguyen, Präsident der Freiburger Sektion des Forum für die Integration von Immigrantinnen und Immigranten (FIMM).
Die Gemeinschaften der Schwarzen bräuchten eine emblematische Figur. Wenn sie diese an der Spitze der grössten Weltmacht fänden, würden sie sich anerkannt fühlen, sagt Nguyen.
Ricardo Lumengo, der erste schwarze Parlamentarier der Schweiz, hat diese Erfahrung bereits gemacht. Mitglieder der afrikanischen Gemeinschaft hätten ihm mitgeteilt, dass sie sich durch ihn «gestärkt, bestätigt und unterstützt» fühlen.
Eine Wahl Omabas wäre auch aus symbolischer Sicht wichtig, sagt Lumengo: «Ein farbiger Präsident im Weissen Haus wäre ein Signal der Öffnung an die amerikanische Bevölkerung und eine starke Botschaft an alle anderen Länder».
«Die Mentalitäten sind hier noch nicht so fortgeschritten wie drüben, wo die afroamerikanische Gemeinschaft während der Sklaverei eine gemeinsame Identität aufgebaut habe. Die Afrikaner die in den USA leben fühlen sich in den Institutionen besser integriert», so der seit zwölf Jahren in der Schweiz wohnende Senegalese Malick Kane.
In der Schweiz gibt es neben Nationalrat Lumengo nur noch wenige schwarze Parlamentarier. Im Grossrat des Kanton Neuenburg ist Nathalie Fellrath, Tochter einer Gabunerin, und Rupan Sivaganesan aus Sri Lanka sitzt im Parlament von Zug.
Carl-Alex Ridoré aus Haiti hat im Saanebezirk das Amt eines Präfekten inne. Gemäss einer Statistik vom Bundesamt für Migration (BFM) von Ende August sind drei Prozent der ausländischen Wohnbevölkerung in der Schweiz Afrikaner.
Die afrikanische Gemeinschaft sei nicht zahlreich genug, um einen Bundesratssitz einzunehmen, sagt Nguyen von FIMM. Er wünsche sich jedoch in den nächsten 30 Jahren mindestens «eine Person mit ausländischem Namen» in der Landesregierung.
(SDA/odj)