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Sie tun sich schwer mit Barack Obama (47), sehr schwer. Den Republikanern fallen keine Mittel ein, um dem neuen US-Präsidenten empfindliche Niederlagen zuzufügen. Dabei lassen sich die Herren der «Grand Old Party» – so werden die Konservativen im Volksmund genannt – einiges einfallen.
Die neue Wunderwaffe im Kampf gegen die Demokraten
heisst Jonathan Krohn, ist 13 Jahre alt und erfolgreicher Buchautor («Definiere Konservatismus»). Der Kindersoldat der Republikaner war der Höhepunkt einer Strategie-Konferenz.
Jonathan durfte drei Minuten lang seine Vision von Konservatismus zum Besten geben, im Anzug, mit Krawatte. Kurz, knackig, geschliffen. «Konservativ heisst für mich Respekt vor der Verfassung, Respekt vor dem Leben, Eigenverantwortung und weniger Regierung», sagt der Teenager und gibt sich wie ein Grosser – viele Sätze, wenig Inhalt, wenig Neues.
Kann dieser intelligente Mini-Politiker die Republikaner aus der Krise führen? Nein, sagen US-Polit-Experten. Trotz seiner guten Rhethorik, der properen Erscheinung. Kinder dürfen nicht für Polit-PR missbraucht werden, kritisieren die Liberalen seinen Auftritt.
Doch seine Gegner sollten Jonathan (sein Hund heisst «Spot») besser nicht unterschätzen. Das Wunderkind tanzt auf vielen Hochzeiten. Er spielt seit neun Jahren Cello, begann kürzlich mit Banjo, lernt zu Hause und arbeitet bei einer Radio-Show mit.
Falls es mit der Politik doch nicht klappt, hat er vorgesorgt. Jonathan ist ein begnadeter Schauspieler, trat in den Broadway-Stücken «Mary Poppins» und «Peter Pan» auf – und bringt locker Politik und Show unter einen Hut.