Tanklaster explodiert Mindestens 230 Menschen verbrannt

  • Publiziert: 03.07.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

BUKAVU - Katastrophe im Ostkongo: Bei einem Tanklaster-Unglück miten in einem Dorf sind mindestens 230 Menschen getötet worden. Viele hatten noch versucht, Benzin zu klauen.

Der aus Tansania kommende Tanklaster sei durch das Dorf Sange gerast. Plötzlich habe er sich überschlagen. Dabei sei die Ladung explodiert. Das berichtete ein Sprecher der Verwaltung der Provinz Süd-Kivu heute. «CNN» meldet, der Tanker habe einen Bus überholen wollen. Das Manöver sei aber schiefgegangen.

Viele Dorfbewohner schauten zu dieser Zeit in einer Bar auf dem Dorfplatz das WM-Fussballspiel Brasilien – Niederlande oder verfolgten es im Radio, als das Unglück passierte.

Mehrere Dutzend Häuser gerieten in Brand, die Bewohner konnten nicht rechtzeitig fliehen, wie ein Sprecher des Kongolesischen Roten Kreuzes berichtete. Etwa 100 Dorfbewohner überlebten, zum Teil mit schweren Brandverletzungen.

Sie versuchten, das Benzin zu klauen

Die Zahl der Opfer ist deshalb so hoch, weil zahlreiche Dorfbewohner offenbar versuchten, Benzin aus dem verunglückten Fahrzeug abzuschöpfen, bevor es explodierte. Wie «CNN» meldet, habe einer dieser Leute eine Zigarette geraucht. Das habe die Explosion ausgelöst. Als der Lastwagen in die Luft flog, wurden die Menschen von einem regelrechten Feuerball erfasst. (SDA/snx)

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