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Nach dem verheerenden Zyklon «Nagris» sind im Katastrophengebiet von Burma die ersten Hilfsleistungen eingetroffen. Das Kinderhilfswerk Unicef ist mit gut 100 Mitarbeitern vor Ort und verteilt nach eigenen Angaben in der Küstenregion bereits Erste-Hilfe-Pakete mit dem Nötigsten.
Doch die Lage ist chaotisch: Viele Helfer sitzen noch im Nachbarland Thailand fest und warten auf die Einreisegenehmigung. Die Uno hat dringend an die Militärregierung appelliert, die Visa-Bestimmungen zu lockern.
Die Regierung gab die Opferzahlen gestern Abend mit 22000 Toten und 41000 Vermissten an. «Wir gehen davon aus, dass mindestens 100000 umgekommen sind», sagte der Direktor des Büros der Exilregierung im thailändischen Mae Sot, Aung So, der Nachrichtenagentur dpa.
«Wir haben noch keine konkrete Vereinbarung mit der Regierung», sagte Unicef-Sprecher Patrick McCormick zu «BBC». «Wir haben die Bitte um Hilfe einfach als grünes Licht interpretiert, dass wir in die betroffenen Gebiete vordringen können.»
Die Militärregierung habe auch eigene Ressourcen, die dringend mobilisiert werden müssten. «Wir brauchen zum Beispiel dringend Helikopter», sagte McCormick.
Auch im Burma selber wächst die Kritik an dem abgeschotteten Regime. Hilfslieferungen aus China und Thailand seien am Flughafen in Rangun vor der Auslieferung umgepackt worden, um den Anschein zu erwecken, dass die Rationen von der Regierung selbst kamen, sagte Aung So. (SDA/spj)
- Blick.ch/ent