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Dies sieht ein Parlamentsbericht vor, der den australischen Abgeordneten im November unterbreitet werden soll. Nach den Worten des Vorsitzenden des Parlamentsausschusses, Alby Schultz, stellen die vor über 200 Jahren von europäischen Einwanderern eingeführten Tiere eine Gefahr für Umwelt und Landwirtschaft dar.
«Diese Tierarten müssen ausgemerzt werden», forderte Schultz. Angesichts einer geringen Zahl von Raubtieren und äusserst dünn besiedelten Gebieten konnten sich europäischstämmige Tierarten auf dem fünften Kontinent ungehindert verbreiten.
Nach Schätzungen der Umweltschutzbehörden leben inzwischen unter anderem 23 Millionen Schweine, fünf Millionen Esel und 300000 Pferde in freier Wildbahn. Sie richten laut dem Bericht jährlich einen Schaden von umgerechnet 700 Millionen Franken in der Landwirtschaft an.
Der Ausschussbericht empfiehlt, diese landesfremden Tierarten auszurotten. Auch die Umweltorganisation WWF unterstützt den Vorschlag.
«Diese Tiere haben seit ihrer Ankunft in unserem Land unsere Umwelt bedroht», urteilt der australische WWF-Vertreter Nicola Markus. Er forderte allerdings, die Tiere möglichst so zu töten, dass sie nicht leiden müssen.
Die meisten anderen Tierschutzorganisationen sprachen sich allerdings klar gegen das Vorhaben der australischen Regierung aus.