Militärische EU oder politische Nato?

  • Publiziert: 22.02.2005, Aktualisiert: 10.01.2012

BRÜSSEL – Bei seinem Besuch in Brüssel löste George W. Bush eine Diskussion über die unterschiedlichen Rollen der EU und der Nato aus.

Deutschlands Bundeskanzler Gerhard Schröder forderte am Nato-Gipfel eine intensivere Debatte über das Verhältnis von EU und Nato. Er bezeichnete das Verteidigungsbündnis als eines von mehreren Foren in der Beziehung zu den USA. Frankreichs Präsident verwies zudem ausdrücklich auf die steigende militärische Bedeutung der EU mit ihrer gemeinsamen Verteidigungspolitik.

US-Präsident George W. Bush unterstrich hingegen die zentrale Rolle des Bündnisses: «Die Nato ist die erfolgreichste Allianz der Weltgeschichte.» Deren Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer kündigte gar Vorschläge für eine stärkere politische Rolle der Nato an.

Einig waren sich hingegen die Nato-Chefs über die Rolle im Irak. So machen sämtliche 26 Staaten bei der Ausbildung von Sicherheitskräften im Irak mit. Deutschland hilft bei der Ausbildung irakischer Soldaten in Abu Dhabi.

George W. Bushs Ehefrau Laura verbrachte derweil den Tag an der «General H. H. Arnold High School», einer Schule für US-Militärangehörige in Wiesbaden. «Ihr fliegt keine Jets und tragt keine Uniformen, aber ihr dient auch», sagte sie ihren Zuhörern.

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