Prügel-Schüler Mike B. schweigt – und verzögert den Prozess!

  • Aktualisiert am 19.01.2012

MÜNCHEN – Gestern gab er sich gesprächig, heute schweigt er beleidigt: Haupttäter Mike B. ist sauer auf einen Anwalt. Somit enfällt seine Aussage von heute. Was den Prozess in die Länge zieht.

Gestern kam es am Ende des ersten Prozesstages zum Eklat: Der mutmassliche Haupttäter Mike B. (17), der sich im Gegensatz zu den beiden Mitangeklagten gestern noch gesprächig gezeigt hatte, ist sauer auf die Anwälte. Er warf ihnen vor, gestern zuviel aus dem für die Öffentlichkeit gesperrten Prozess erzählt zu haben (Blick.ch berichtete).

Die Folge: Die auf heute angekündigte Aussage von Mike B. entfällt. Das bestätigt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Steinkraus-Koch.

Damit verzögert Mike B. indirekt auch den Prozess: Es müssten mehr Zeugen vorgeladen werden, was die Dauer des Prozesses ebenfalls verlängern könnte, so Steinkraus-Koch. Ursprünglich ist der Prozess auf sieben Tage angesetzt.

Ob mit oder ohne Mikes Aussagen: Am heutigen zweiten Prozesstag kommen gemäss Steinkraus-Koch die Vernehmungsbeamten zu Wort. Sie waren die ersten, die die Schläger gleich nach der Tat befragt hatten.

Am Vormittag sprechen insgesamt acht Polizisten. Am Nachmittag kommen Zeugen zu Wort, die den Anfang der Route der brutalen Schlägertruppe beobachtet hatten. Im Nussbaum-Parkt hatten das Schlägertrio drei Randständige verprügelt. Es waren die ersten von ingesamt fünf Opfern. (gux/su4)

Nach dem ersten Prozesstag zurück in die Zelle. Gestern hat er gesprochen. Heute schweigt Mike B.- Blick.ch/abendzeitung/R. Zimmermann

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