Mexiko Erneute Protestmärsche in Mexiko gegen hohe Benzinpreise

Mexiko-Stadt – Mehrere tausend Demonstranten haben am Samstag in Mexiko-Stadt an Protestmärschen gegen die Erhöhung der Benzinpreise teilgenommen. Bei den landesweiten Protesten mit der Blockade von Strassen und Tankstellen sind bisher sechs Personen getötet worden.

In mehreren Bundesstaaten Mexikos ist es in den vergangenen Tagen zu Ausschreitungen und Plünderungen gekommen. Menschen gingen aus Protest gegen höhere Benzinpreise auf die Strasse. play
In mehreren Bundesstaaten Mexikos ist es in den vergangenen Tagen zu Ausschreitungen und Plünderungen gekommen. Menschen gingen aus Protest gegen höhere Benzinpreise auf die Strasse. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Ihr droht lebenslange Haft 17-Jährige vergewaltigt jungen Mann
2 Papa hat sich vertwittert Trump lobt die falsche Ivanka
3 Wegen Brexit UBS könnte 1000 Jobs aus London abziehen

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Viele der Demonstrierenden forderten den Rücktritt von Präsident Enrique Peña Nieto. Auch in Jalisco, Puebla und anderen Städten gab es Proteste gegen die Benzinpreise, die die Regierung vor einer Woche um bis zu 20 Prozent erhöht hatte.

Bei den landesweiten Protesten mit der Blockade von Strassen und Tankstellen sind bisher sechs Menschen ums Leben gekommen. Rund 400 Geschäfte wurden geplündert, mehr als 1500 Menschen festgenommen. Unternehmerverbände hatten am Freitag den Einsatz des Militärs gefordert, um den Plünderern Einhalt zu gebieten.

Die Preiserhöhung ist die Folge einer von der mexikanischen Regierung vorangetriebenen Liberalisierung, die eine Anpassung der Treibstoffpreise an die internationalen Schwankungen des Erdölpreises vorsieht. In Mexiko war jahrzehntelang der Benzinpreis von der Regierung weit unter den Marktpreisen festgelegt worden.

Im Bundesstaat Hidalgo seien zwei Menschen umgekommen, als die Polizei eine Strassenblockade räumen wollte, teilten die lokalen Behörden mit. Weitere 20 Menschen seien verletzt worden. Drei Fahrzeuge, darunter ein Streifenwagen der Polizei, wurden in Brand gesetzt.

Im Süden des Staates Veracruz, in der Gemeinde Agua Dulce, wurde ein Mensch während der Proteste überfahren und starb, wie die Zeitung «Milenio» am Freitag unter Berufung auf die Behörden berichtete. Ausserdem seien am Donnerstag zwei Leichen mutmasslicher Plünderer in der Nähe ausgeraubter Geschäfte in Veracruz gefunden worden.

Ein Polizist wurde am Mittwoch von einem Fahrzeug überfahren und tödlich verletzt, als er einen Überfall auf eine Tankstelle verhindern wollte.

Die Polizei kämpft seit Sonntag gegen Krawalle und Plünderungen an. In Puebla bildeten Bewohner von drei Stadtteilen mit Stöcken, Macheten und Steinen bewaffnete Bürgerwehren, um Plünderer abzuschrecken. Die Mehrheit der Geschäfte im Zentrum der 1,4 Millionen Einwohner zählenden Stadt blieben geschlossen. In Veracruz versperrten mit Eisenstangen und Macheten bewaffnete Geschäftseigentümer die Zugänge zu Einkaufszentren. (SDA)

Publiziert am 07.01.2017 | Aktualisiert am 07.01.2017
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden