Merkel richtet sich an die Flüchtlinge: «Wir erwarten, dass ihr wieder geht»

Wegen ihrer Marschrichtung in der deutschen Flüchtlingspolitik wird Kanzlerin Angela Merkel auch in der eigenen Partei hart kritisiert. Am Parteitag redete sie Klartext.

Landesvertreterversammlung der CDU Mecklenburg Vorpommern mit der Bundeskanzlerin und CDU Vorsitzend play
Bundeskanzlerin Merkel am Landesparteitag der CDU. Imago

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Sie gilt als Schöpferin der «Willkommens-Kultur» gegenüber Flüchtlingen in Deutschland. Mittlerweile weht Angela Merkel aber eine steife Brise entgegen. Selbst in der CDU erhielt die 61-Jährige zuletzt immer weniger Rückendeckung. Den Landesparteitag in Mecklenburg-Vorpommern nutzte sie deshalb, um ihre Position wiedermal zu stärken.

In der Asyldiskussion zeigte Merkel heute erneut Stärke: Von den Flüchtlingen fordert sie mittelfristig eine Rückkehr in ihre Heimatländer. Bei allem, was an Integration zu leisten sei, müsse den Betroffenen auch klar gemacht werden, dass es sich um einen temporären Aufenthaltsstatus handle, sagte Merkel.

Der derzeit in Deutschland vorrangig gewährte Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention sei zunächst auf drei Jahre befristet.

Landesvertreterversammlung der CDU Mecklenburg Vorpommern mit der Bundeskanzlerin und CDU Vorsitzend play
Merkel erwartet von den Flüchtlingen, dass sie nach dem Krieg wieder in ihr Land zurückkehren. Imago

«Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist und wenn der IS im Irak besiegt ist, dass Ihr auch wieder, mit dem Wissen, was Ihr jetzt bei uns bekommen habt, in Eure Heimat zurückgeht», sagte die Kanzlerin. Nach dem Ende des Jugoslawien-Krieges in den 1990er Jahren seien 70 Prozent der Flüchtlinge wieder in ihre Heimat gegangen.

Um die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge zu senken, möchte Merkel verstärkt auf die Bekämpfung der Ursachen für die Flucht setzen. Zudem soll die Zusammenarbeit mit der Türkei verbessert werden, welche die EU-Aussengrenze noch stärker überwachen soll. (cat/SDA)

Publiziert am 30.01.2016 | Aktualisiert am 31.01.2016
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26 Kommentare
  • Andreas  Schenker aus Lyss
    01.02.2016
    Selbstverständlich werden die Flüchtlinge eines Tages wieder heimgehen, da stimme ich Ihnen zu Frau Merkel, das ist so sicher wie die Erde eine Scheibe ist.
  • Peter  Weber aus Zürich
    31.01.2016
    Merkel ist nun im Wahlkampf -Modus angekommen. Aber das selbstverursachte Problem kann sie nicht lösen.
    • Jacky  Marder 31.01.2016
      Ist vielleicht einfacher zu lösen in einem Jahr, oder so.....
  • Eron  Thiersen 31.01.2016
    Zynismus pur Fr. Merkel, zuerst ohne Absprache, aber typisch für Deutschland, ihr könnt kommen - danach Meinung ändern und den Flüchtlingen sagen: Ihr müsst wieder gehen und gleichzeitig unsichere Länder zu sicheren Herkunftsländern erklären. Fr. Merkel das ist abartig unanständig, aber es passt zu ihrer Politik! Auch ihre Art vor der Türkei und Erdogan zu kriechen, obwohl man weiss dass Journalisten eingsperrt werden und Erdogan in Libyen die Opposition unterstützt!
    • süleyman  kovanci 31.01.2016
      Ich schüttle nur den kopf wegen sie ! Sie prangern hier die türkei von erdogan an,aber ihm verdanken wir das europa nicht von flüchtlingen überschwemmt wird.Haben sie mal daran gedacht,wenn erdogan alle syrer,iraker,afgahner und pakastaner aus dem land richtung europa ziehen lassen würde,wie es hier aussehen würde ?? schönen sonntag noch !
    • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
      31.01.2016
      @Kovanci. Die Erdogan-Türkei macht aber herzlich wenig, dass keine mehr kommen. Schauen sie mal wieviele Opfer es gerade gestern wieder gab...
      3Mia€ sind schon gesprochen und die Erdogan-Türkei fordert schon 2Mia€ dazu...
      Gibt man den kleinen Finger wickelts den ganzen Arm rein. Altbekannte Verhandlungstaktik, aber unsere "Handschalag-Gutmenschen-Politiker" glauben an die Erhabenheit mediterranischer Politik nach unseren Werten. Ist einfach nur naiv und dumm.
    • Erhard  Stücklin aus Basel
      31.01.2016
      Ja, ja Herr Süleyman. Wäre Erdogan nicht, wäre eventuell ein grosser Teil aus Irak Sysrien nicht auf der Flucht.,. weil dort niemand auf fremdem Staatsgebiet Leute ermorden würde... Bulgarien und Rumänien unterstützen dass die Grenzen DICHT sind.. dann darf Erdogan gerne alle "Flüchtlinge" behalten...
  • Kurt  Aerne aus Wattwil
    31.01.2016
    Das scheint mir schon etwas naiv oder ist es die Angst vor ihrer Partei? Der Krieg in Syrien ist in absehbarer Zeit nicht zu beenden, so wie auch der Kampf gegen IS bei der jetzigen Lage nicht.
  • R.  Meier aus Latterbach
    31.01.2016
    Bravo Frau Merkel,als naechstes muss auch klar werden,dass die Tuerkei nicht alles alles schafft,deshalb schickt man aus Europa einen Mix aus den Staaten an Personal,sei aus der Buerokratie,Armee und Hilfsorganisationen,um den Grenzuebertritt zu erschweren,blockieren und vor allem auch zu Rueckschaffungszwecken,Umverteilung auf Grenznahegebiete(direkt in der Naehe der Tuerkei oder Tuerkei).Man muss immer wieder Menschenmassen zurueck schauffeln,so das es einsichtig wird nicht mehr zu kommen.
    • süleyman  kovanci 31.01.2016
      Wieso erschweren sie die ganze angelegenheit,es geht viel einfacher wenn man assad aus damaskus verjagt und die russen in die schranken weist !Und schon sind wir das flüchtlingsproblem für immer los !